Spandaus Champions-League Viertelfinalchance

Do or Die! Dieses Motto allein beschreibt die Aufgabe der Wasserfreunde Spandau 04 vor ihrem letzten Hauptrunden-Spiel der Gruppe D in der Champions League am Dienstagabend beim griechischen Vizemeister Vouliagmeni NC in Athen noch nicht. Denn neben einem Sieg des deutschen Rekordmeisters auf der malerischen Halbinsel Mikro Kavouri, wo Jackie Onassis und Brigitte Bardot residierten, muss im parallelen Vergleich auch CN Marseille daheim gegen den bis dato ungeschlagenen Gruppenprimus CN Athletic Barceloneta verlieren, um das Ranking punktgleich mit den dann Wasserfreunden zu beenden. Damit käme der direkte Vergleich zwischen den beiden Aspiranten zur Geltung und in dem hat die Mannschaft von Neu-Trainer Vladimir Markovic nach dem 13:10-Heimsieg am 7. Oktober und der 11:13-Niederlage am 21. November am Mittelmeer knapp die Nase vorn.

Aber wie gesagt: Wert gewinnt dieses Rechenspiel nur im Falle eines eigenen Sieges gegen die Griechen, die sich nicht aus dem Königswettbewerb ohne ein Erfolgserlebnis verabschieden wollen. In seinen bisherigen fünf Partien hat der CL-Endrunden-Vierte zweimal mit nur einem Tor verloren – daheim gegen Barceloneta und bei Spandau, gegen Marseille einmal mit zwei und einmal mit drei Treffern und nur auswärts bei CNAB deutlich mit 10:16. Das ergibt ein Torverhältnis von 56:69, mit dem man knapp besser als Spandaus trotz zweier Siege mit 50:65 dasteht. Gegen den fast durchweg griechisch besetzten jungen Gastgeber, der nur zwei „Legionäre“ im Stammkader aufbietet, können die Wasserfreunde keineswegs darauf setzten, dass es für das Heimteam sportlich um nichts mehr geht.

Für den unverminderten Ehrgeiz steht allein schon der Trainer als Qualitätszeichen. Vladimir Vujasinovic (50) galt zu seinen Aktivenzeiten, in denen er mit Serbien Titel und Medaillen bei Olympia, WM, EM und in diversen internationalen Auswahl- und Klubwettbewerben sammelte, als weltbester Centerverteidiger. Bis zur Vorsaison trainierte er VK Novi Beograd, zuletzt zweimal in Serie CL-Finalist. Sein Anspruch ist entsprechend hoch. Im laufenden Wettbewerb konnte er ihn nicht auf gleichem Niveau bestätigen – umso mehr wünscht er sich ein Happy End. Allerdings will ihm sein Landsmann und (Vor-) Namensvetter Vladimir Markovic ein solches nicht gönnen. Spandau geht gezielt, gerüstet, ehrgeizig und motiviert in das Match mit Endspielcharakter.

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2023 / 2024

05. Dezember 2023

Vouliagmeni CN – Wasserfreunde Spandau 04

Spieltag 6

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Varis Swimmingpool Vouliagmeni

Mit Improvisation zum nächsten Sieg

In ungewöhnlicher Formation feierten die BR Volleys am siebten Bundesliga-Spieltag (02.12.2023) ihren siebten Sieg. Mit Aushilfsmittelblocker und MVP Cody Kessel siegten die Berliner 3:0 (25:19, 25:16, 25:22) gegen den ASV Dachau. Damit gelang dem Tabellenführer der Bundesliga die Generalprobe für das wichtige Pokal-Halbfinale am Mittwoch (06.12. 2023 um 19.30 Uhr) zu Hause gegen die SVG Lüneburg.

Joel Banks musste gegen die junge, bayerische Mannschaft, die sich erst am Spieltag durch den Wintereinbruch in Süddeutschland nach Berlin kämpfte, improvisieren. Mit Nehemiah Mote (familiäre Gründe), Timo Tammemaa (leichte Wadenprobleme) und Tobias Krick (Folgen der Gehirnerschütterung) fehlten gleich drei der vier etatmäßigen Mittelblocker, sodass neben Saso Stalekar Cody Kessel positionsfremd aufgeboten wurde. Und der US-Amerikaner war direkt mittendrin. Erst wurde sein Block angeschlagen, im Anschluss blockte er zum Ausgleich und erzielte wenig später sogar seinen ersten Punkt per Schnellangriff (4:2). Dann spielte sich der nächste von insgesamt fünf Neuen in der Startaufstellung gegenüber der 2:3-Niederlage in Ankara in den Fokus. Daniel Malescha verbuchte das erste Ass des Tages (7:5), aber die Dachauer hielten dagegen (9:9). Teils konfus ging es auf dem Court zu, aber weil wieder Kessel im Angriff und Block punktete, setzte sich der Deutsche Meister ab (18:12). Dachau verbuchte noch zwei Asse und Blocks, bis Robert Täht dem bunten Treiben im ersten Satz ein Ende setzte (25:19).

Im zweiten Durchgang übernahm Adam Kowalski die Libero-Position von Satoshi Tsuiki und in der Mitte des Satzes ersetzte Timothée Carle auch Kapitän Ruben Schott. Bis dahin hatten sich die BR Volleys erneut abgesetzt. Täht stellte ein ums andere Mal seine Schlaghärte unter Beweis und Leon Dervisaj setzte zweimal in Folge Saso Stalekar über Kopf gekonnt in Szene (16:12). Kessel arbeitete weiter an seiner MVP-Performance und verwandelte den Satzball zur 2:0-Führung (25:16). Der frühere SCCer Patrick Steuerwald auf der Dachauer Trainerbank sah, wie seine Schützlinge weiter nach Kräften dagegenhielten und den dritten Satz lange offen gestalteten (6:6). Der Tabellenachte verzeichnete noch einmal eine Führung (11:12), bevor die Berliner mit den aufdrehenden Carle und Täht das Blatt noch rechtzeitig wendeten (16:13, 22:20). Die beiden Berliner Außenangreifer beendeten in Co-Produktion auch das Match (25:22). Vor 3.317 Zuschauern im Volleyballtempel wurde Cody Kessel MVP des Abends und Täht mit 13 Punkten Topscorer der Berliner, die damit auch nach sieben Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen.

Stimmen zum Spiel
Cody Kessel: „Ich bin offenbar der fünfte Mittelbocker in unserem Kader, weil vier nicht genug sind. Der Coach und das Team haben mich gebraucht und natürlich habe ich mein Bestes gegeben. Das letzte Mal habe ich diese Position mit 17 gespielt, aber die Mannschaft hat mir heute geholfen. Die Aufsteiger versuchen uns vor allem mit Float-Aufschlägen in Bedrängnis zu bringen, aber wir haben das heute passabel gemanagt.“

Daniel Malescha: „Ich würde sagen, wir haben unseren Job erledigt. Es war teilweise etwas fahrig, aber am Ende haben wir nach der Niederlage am Mittwoch wieder gewonnen und das zählt. Einige haben hier zu Hause noch nicht so viel Spielzeit bekommen, auch deshalb mussten wir uns ins Match arbeiten. Mich freut die Auszeichnung für Cody, der dem Team heute echt geholfen hat.“

BR Volleys Formation
Robert Täht + Ruben Schott (AA), Cody Kessel + Saso Stalekar (MB), Leon Dervisaj (Z), Daniel Malescha (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Timothée Carle

Topwerte
Täht 13 Punkte, 2 Asse | Malescha 12 Punkte | Carle 11 Punkte, 3 Asse | Kessel 9 Punkte, 3 Blocks

Christof Bernier/BR Volleys

© Pressefoto Credit: Andreas Gora

Dreifacher Veilleux erlöst die Eisbären – endlich wieder ein Heimsieg

DEL 23. Spieltag 01.12.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 3:1 (0:0/0:1/3:0)

Es ist richtig Winter geworden in Berlin und die dazu passende Sportart ist Eishockey. Die Löwen Frankfurt gaben ihre Visitenkarte in Berlin ab. Das erste Spiel in Frankfurt konnten die Eisbären klar für sich entscheiden. Aktuell taten sie sich schwer, die Torlosigkeit setzte sich fort. Das stete Bemühen fruchtete nichts. Trotz leichter Überlegenheit gerieten die Eisbären in der 32. Minuten in den Rückstand. Eine halbgare Abwehraktion und aus dem Nichts, das 1:0 für die Löwen durch Julian Napravnik.

Das letzte Tor gelang den Eisbären am 24. November bei der 1:4 Heimniederlage gegen Düsseldorf. Seit über zweieinhalb Stunden blieben sie ohne Torerfolg und wieder vergingen zwei Drittel fruchtlos. Die Situation beim spielenden Personal hatte sich etwas entspannt. Jake Hildebrand konnte wieder das Tor hüten, Morgan Ellis und Eric Hördler füllten wieder die Reihen. Der zusätzlich unter der Woche verpflichtete Angreifer Jaedon Descheneau wartet noch auf seine Spielberechtigung.

Bei den Fans in der Halle war wieder Geduld gefragt. Nach zwei Dritteln gingen 21 Torschüsse in die Statistik ein, darunter waren drei Hochkaräter, die Marvin Cüpper, einst ausgebildet bei den Eisbären, zunichtemachte. Das Schlussdrittel, mit knappem Rückstand, birgt die Gefahr in einen Konter zu laufen und die Wahrscheinlichkeit zu vergrößern, erneut zu verlieren.

In der 46. Minute beendete Yannick Veilleux nach Vorarbeit von Manuel Wiederer die Torlosigkeit. Aus kurzer Distanz konnte er endlich einnetzen. Cüpper hatte keine Chance der Abwehr. Gleich darauf hatten die Eisbären eine sechsminütige Überzahlchance. Sie kreierten Chance auf Chance und in der 51. Minute war es so weit. Yannik Veilleux ließ es krachen, dazu wurde der Puck fies abgefälscht und die Eisbären hatten das Spiel gedreht.

Knapp vier Minuten vor dem Ende kassierte die Eisbären eine Strafe. Jonas Müller musste wegen übertriebener Härte auf die Bank. Frankfurts Trainer Matti Tiilikainen setzte alles auf eine Karte und nahm den Torwart vom Eis. Die Maßnahme musste er zurücknehmen, weil der Torschütze zum 1:0, Napravnik eine Strafe kassierte. Kurz darauf probierten sie es erneut. Die Schlussminute wurde turbulent. Sechs Sekunden vor dem Ende macht Veilleux alles klar und traf ins leere Löwentor. In der Arena feierten 12.630 Zuschauer ihre Eisbären und besonders den dreifachen Torschützen Yannik Veilleux.

Hans-Peter Becker

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Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Melchiori, Ellis (A); Müller (C), Finkelstein; Geibel, Nowak – Noebels (A), Boychuk, Pföderl; Mik, Tiffels, Eder; Hördler, Cormier, Veilleux; Bartuli; Wiederer, Heim – Trainer: Serge Aubin  

Löwen Frankfurt: Cüpper (Gähr) – Matushkin, Lajunen; McNeill, Blood; Niehus, Schmitz; Wenzel – Napravnik, Rowney, Bokk; Cramarossa, Kunyk, Brace; Bicker, Burns, Alanov; Schweiger, Schwartz, Nehring – Trainer: Matti Tiilikainen

Torfolge
0:1 – 31:46 – Napravnik (McNeill, Rowney) – EQ
1:1 – 45:12 – Veilleux (Wiederer, Melchiori) – EQ
2:1 – 50:44 – Veilleux (Finkelstein, Tiffels) – PP1
3:1 – 59:54 – Veilleux (Nowak) – (EQ/EN)

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 2, 4) Minuten – Löwen Frankfurt: 14 (2, 4, 8) Minuten 

Schiedsrichter

Andre Schrader, Roman Gofman (Markus Merk, Marcus Höfer)

Großer Kampf bringt zumindest einen Punkt

Am Mittwoch, 29.11.2023 mussten die BR Volleys bei Halkbank Ankara ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Dem Vorjahreshalbfinalisten der CEV Champions League boten die Berliner beherzt Paroli und hatten im vierten Satz sogar zwei Matchbälle, doch das Endresultat lautete 2:3 (25:19, 21:25, 25:19, 27:29, 10:15). Ihren Spitzenplatz der Gruppe C büßten Ruben Schott & Co damit ein, bewiesen aber mit dem starken Auswärtsauftritt, dass in der Königsklasse weiter alles für sie möglich ist.

Angesichts der Schwere der Aufgabe wussten die Berliner, dass sie einen Sahnetag benötigen würden, um dem mit Stars gespickten, türkischen Vizemeister gefährlich zu werden. Die Zuschauer in der TVF Volleyball Hall sahen das BR Volleys Team selbstbewusst starten. Beide Mannschaften begannen mit starkem Sideout-Spiel und Breaks durch ein Ass von Nimir Abdel-Aziz oder per Block von Saso Stalekar blieben eine Seltenheit (7:6). Hannes Tilles Einer-Block gegen Gordon Perrin war der Auftakt für eine überragende Phase des Deutschen Meisters im ersten Satz (13:12). Timothée Carle erwischte mit dem Service seinen Landsmann Earvin N’Gapeth auf dem falschen Fuß und der eingewechselte Robert Täht knallte dem Franzosen das nächste Ass um die Ohren (18:14). Bis zum 21:16 hatten die Berliner ganze zwei Breaks kassiert. Timo Tammemaa stoppte per Block gegen Abdel-Aziz und zwei direkt folgenden Assen das Aufbäumen der Türken (24:18). Satz eins ging somit an die Männer in Orange (25:19).

Drei Blocks und vier Asse im ersten Durchgang – die BR Volleys erreichten ihr von Kapitän Ruben Schott und Coach Joel Banks gewünschtes Maximum. Aber nun meldete sich Ankara mit vier Blocks in Serie im Match an (4:8). Der Vorsprung der Gastgeber schrumpfte nur kurz, dann gelangen N’Gapeth & Co die besonderen Dinge in der Abwehr (12:15). Der Ausgleich lag noch einmal in der Luft (19:20), aber die Blockpräsenz machte in diesem zweiten Durchgang am Ende den Unterschied (21:25). Der Rückschlag wurde weggesteckt. Sotola und Tammemaa stellten zweimal den Doppelblock erfolgreich gegen Abdel-Aziz und nun starteten die Berliner wieder besser in den nächsten Satz (8:4). Umsichtig spielte Tille zu und so verteidigten die BR Volleys ihre Führung (13:9, 16:13). Mit einem Krampf musste Satoshi Tsuiki kurzzeitig vom Court und wurde durch Adam Kowalski vertreten. Auch von einer endlos langen Video-Challenge zugunsten der Hausherren ließen sich die Berliner nicht verunsichern (17:16). Tsuiki konnte zurückkehren und Täht war wieder der erfolgreiche Einwechseljoker von Joel Banks im Aufschlag. Dazu holte sich N’Gapeth die rote Karte ab (22:17). Kapitän Schott nutzte den zweiten Satzball zum sicheren Punktgewinn (25:19).

Erneut war es der Block der Türken, der nun wieder die BR Volleys vor Probleme stellte (5:7). Aber der Glaube in die eigene Stärke blieb trotz zu vieler Fehlaufschlage in dieser Phase erhalten. Carle sorgte aus dem Hinterfeld kurz vor der Crunchtime für den Führungswechsel (19:18). Tammemaa krönte seine starke Leistung mit dem Ass zum richtigen Zeitpunkt (21:20) und die Berliner hatten den ersten von zwei Matchbällen (24:23). Doch am Ende zog Ankara den Kopf aus der Schlinge (27:29). Auf den Fehlstart in den Tiebreak (1:4, 3:7) reagierte Banks dann kurzzeitig mit der Einwechslung von Cody Kessel. Jetzt war Ankara aber obenauf und den Berlinern ging der Druck in Aufschlag und Angriff verloren (7:13). Nach einem Berliner Service ins Netz musste letztlich doch die Niederlage quittiert werden (10:15). Ankara setzt sich damit an die Spitze der Gruppe C, in der am Donnerstag Benfica Lissabon Gas Sales Daiko Piacenza empfängt. Die BR Volleys reisen in zwei Wochen am dritten Spieltag der Königsklasse zum nächsten schweren Auswärtsspiel nach Italien (13. Dez um 20.30 Uhr)

Stimmen zum Spiel
Joel Banks: „So kurz nach dem Spiel sind wir niedergeschlagen. Es war eine große Chance für uns, drei ganz wertvolle Punkte in dieser Gruppe mitzunehmen. Das Spiel kann 3:1 für uns enden, aber wir waren im entscheidenden Moment naiv und das hat uns die Energie und am Ende das Spiel gekostet. Wir haben den Ausgang des vierten Satzes mit in den Tiebreak geschleppt. Das Ergebnis ist eine bittere Lehre, zeigt uns aber auch, dass wir in dieser Gruppe absolut konkurrenzfähig sind. Wir nehmen trotzdem viel Positives und den einen Punkt mit, der hoffentlich zur Qualifikation für die nächste Runde noch wichtig werden kann.“

Saso Stalekar: „Es ist ein bittersüßer Abend. Wir haben im vierten Satz bei den Matchbällen nicht unseren Aufschlag ins Feld gebracht und der letzte Punkt war ein Missverständnis. Aber wir sollten heute trotzdem nicht unzufrieden mit unserer Leistung sein. Wir haben gut in der Annahme und im Block gearbeitet, Luft nach oben gab es in der Abwehr. Aber das sind kleine Details. Trotzdem nehmen wir den einen Punkt jetzt mit und gehen positiv in die nächsten Spiele.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Timo Tammemaa + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Robert Täht, Tobias Krick, Cody Kessel, Adam Kowalski

Topwerte
Sotola 27 Punkte, 3 Blocks | Carle 15 Punkte | Tammemaa 3 Asse, 4 Blocks | Stalekar 3 Blocks

Nächste Heimspiele
BR Volleys vs. ASV Dachau | 02. Dez | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle (Bundesliga)
BR Volleys vs. SVG Lüneburg | 06. Dez | Mittwoch | 19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle (DVV-Pokal)

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

EuroLeague-Duell in Belgrad

Der elfte Spieltag der Turkish Airlines EuroLeague, der den Basketballern von ALBA BERLIN ein Wiedersehen mit Tamir Blatt beschert, führt die Albatrosse schon zum zweiten Mal in dieser Saison nach Belgrad. Zwei Wochen nach dem Gastspiel bei Partizan Belgrad vor 19.000 Zuschauern in der Stark Arena erwartet das Team von Trainer Israel González gegen Maccabi Tel Aviv am Donnerstag (30. November 2023) eine ganz andere Atmosphäre. Der israelische Serienmeister trägt seit dem Ausbruch des Nahost-Krieges seine EuroLeague-Heimspiele vor leeren Rängen in der Belgrader Aleksandar-Nikolić-Halle aus.

Israel González (ALBA-Cheftrainer): „In dieser Woche erwarten uns mit Maccabi Tel Aviv und Bayern München zwei harte Gegner. Gerade mit Hinblick auf unsere Verletzungssituation werden das zwei schwierige Herausforderungen. Zunächst fokussieren wir uns aber komplett auf unsere Partie gegen Maccabi am Donnerstag. Wir müssen weiter an uns glauben, viel Einsatz zeigen und uns auf dem Feld als eine eingeschworene Einheit präsentieren.“

Žiga Samar (ALBA-Guard): „Maccabi ist ein starkes Team – das letzte Spiel haben sie zwar deutlich verloren, davor haben sie aber Barcelona einen tollen Fight geliefert und Fenerbahçe Istanbul geschlagen. Um am Donnerstag zu gewinnen, müssen wir direkt von Beginn an mit Power spielen und schnell in unseren Rhythmus finden.“

Der Krieg hat den israelischen Serienmeister in eine schwierige Situation gebracht, denn Heimspiele waren nach dem Terror-Überfall nicht mehr möglich. Der Spielbetrieb der israelischen Liga wurde mit einem improvisierten Spielplan erst in dieser Woche wieder aufgenommen. Ob und wie Maccabi, das sein Trainingsquartier nach Belgrad verlegt hat, daran teilnehmen kann, ist noch nicht geklärt.

In der EuroLeague hat Maccabi die schwierigen Umstände vergleichsweise gut weggesteckt. Nach einem Auftaktsieg gegen Partizan Belgrad (noch in Tel Aviv) gab es sogar Auswärtssiege in Athen und Mailand. Bei den folgenden fünf „Heimspielen“ in Belgrad gab es Erfolge gegen Bayern München und Fenerbahçe Istanbul. Mit 5:5 Siegen rangiert Maccabi in der Tabelle auf dem zehnten Platz.

Ein Wiedersehen gibt es in Belgrad für die letztjährigen ALBA-Akteure mit dem im Sommer aus Berlin nach Israel zurückgekehrten Tamir Blatt. Der israelische Nationalspieler hat pünktlich für das Spiel gegen ALBA einen angeschlagenen Knöchel auskuriert und stand am Dienstag beim 70:99 im Nachholspiel gegen Real Madrid schon wieder 14 Minuten auf dem Parkett.

Bei Maccabi ergänzt Tamir den Backcourt um die beiden US-Stars Lorenzo Brown und Wade Baldwin, die schon in der vergangenen Saison eines der besten Guard-Duos der EuroLeague bildeten. Brown, der ALBA in der vergangenen Saison beim Spiel in Tel Aviv mit 33 Punkten fast im Alleingang bezwang, dirigierte Spanien 2022 zum Gewinn der EuroBasket. Baldwin schaffte seinen Durchbruch in Europa in der Saison 2021/22 im Trikot von Bayern München.

Weitere Schlüsselspieler im tief und sehr ausgeglichen besetzten Maccabi-Team sind der mit viel Energie und starker Physis über das Parkett wirbelnde US-Forward Bonzie Colson, der korbgefährliche Flügelspieler James Webb und die kräftigen Big Men Jasiel Rivero und Josh Nebo. Im Frontcourt präsentierte sich außerdem der israelische Nationalspieler Roman Sorkin zuletzt in starker Form.

Maccabi Tel Aviv: Resultate der letzten zwei Wochen
14.11. Maccabi – Olympiakos Piräus (EuroL) 74:79 (N) Sorkin 16
16.11. Maccabi – Fenerbahçe Istanbul (EuroL) 78:73 (S) Brown 18
23.11. Maccabi – FC Barcelona (EuroL) 90:92 (N) Baldwin 19
28.11. Maccabi – Real Madrid (EuroL) 70:99 (N) Brown 16

ALBA BERLIN: Resultate der letzten zwei Wochen
15.11. ALBA – ASVEL Villeurbanne (EuroL) 68:73 (N) Thiemann 16
17.11. Partizan Belgrad – ALBA (EuroL) 89:74 (N) Thiemann 21
19.11. ALBA – MBC Weißenfels (BBL) 75:108 (N) Wetzell 21
23.11. Real Madrid – ALBA (EuroL) 99:75 (N) Procida 14
26.11. Riesen Ludwigsburg – ALBAS (BBL) 87:79 (N) Thiemann 29

ALBA-Bilanz gegen Maccabi: 3:17
3 Siege – 17 Niederlagen (in Tel Aviv 1-9)
FIBA-Europaliga 1-1 / EuroLeague 2-16

Quelle: ALBA Berlin Medien

Hü und Hot beim BFC Dynamo

Der BFC Dynamo hat sich in dieser Saison sportlich allerhand vorgenommen. Der BFC Dynamo soll im Sportforum ein drittligataugliches Stadion bekommen. Wozu fragten sich zum 14. Spieltag etliche der 2.099 Zuschauer, wenn der BFC im Heimspiel gegen den Drittletzten der Regionalliga Nordost Hansa Rostock II nicht gewinnen kann und das beim Besuch des Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, der beim 0:0 in viele enttäuschende Gesichter sah und Tore zumindest für die Berliner Heimmannschaft vermisste. Wozu der BFC allerdings in der Lage ist, bewies er prompt zum 15. Spieltag vor 7.543 Zuschauern in Cottbus. Mit dem 1:0 gelangen drei Auswärtspunkte durch den Treffer von Rufat Dadashov (73.) in dem sonst ausgeglichenen Spiel zu holen.

Allerdings ging es nicht nur auf dem Spielfeld sehr hektisch zu. Energie kassierte kurz hintereinander (73. und 75. Minute) gleich zwei Rote Karten durch Schiedsrichter Jens Klemm. Putze wegen Foulspiel direkt vor der Trainerbank und Thiele ließ sich in der anschließenden Rudelbildung zu einem Kopfstoß (Tätlichkeit) gegen Al-Azzawe hinreißen. Die Partie stand wegen Pyrotechnik im Gästeblock vor dem Abbruch. Immer wieder flogen Feuerwerkskörper in Richtung Spielfeld. Schiedsrichter Klemm aus Gröditz schickte beide Mannschaften in die Kabine. Nach zehnminütiger Unterbrechung musste der Stadionsprecher den unmissverständlichen Hinweis geben, dass das Spiel beim nächsten Vorfall nicht fortgesetzt werde.

Mit dem Sieg in Cottbus gelingt dem Team von Dirk Kunert wieder der Sprung auf Platz 2. Der Greifswalder FC begnügte sich mit einem 2:2 in Zwickau, hat dadurch nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den BFC. Energie Cottbus hat mit 28 Punkten auf Platz 3 jetzt einen Punkt weniger als der BFC und ist drei Punkte hinter Greifswald. Von Platz 4 bis 6 folgen Babelsberg, Viktoria 89 und VSG Altglienicke. Der BAK 07 scheint sich weiter zu stabilisieren sich und gewann 3:2 mit einem Treffer in der 88. Minute gegen Babelsberg, Viktoria 89 verlor auf Schneeboden in Chemnitz 1:2. Erfreulich aus Berliner Sicht, Hertha II gewann 2:0 in Erfurt.

Am Sonntag, 26.11.2023 trennten sich im Leipziger Derby in Leutzsch Chemie und Lok 1:1. Bereits in der 1. Minute jubelte der grün-weiße Anhang, Lok konnte in der 30. Minute ausgleichen. Wie nicht anders zu erwarten, es war hektisch und hitzig vor 4.999 Zuschauern im altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark.

In Berlin gab es am Sonntag ebenso ein Unentschieden. Im Jahnsportpark sahen 720 Zuschauer ein torloses Unentschieden. Immerhin ein Punkt für den neuen Trainer Murat Salar.

Der bevorstehende 16. Spieltag: Donnerstag, 30.11.23, 19.00 Uhr, Amateurstadion, Hertha BSC II – Hansa Rostock II, Freitag, 01.12.23, 19.00 Uhr, Stadion Lichterfelde Viktoria 89 – RW Erfurt. Zeitgleich der 1. FC Lok Leipzig – Berliner AK 07. Samstag, 02.12., 13.00 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion, Babelsberg 03 – FSV Zwickau. Samstag, 14.00 Uhr, Ernst-Abbe-Sportfeld, Carl Zeiss Jena – ZFC Meuselwitz, 16.00 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen, BFC Dynamo – Chemie Leipzig, Sonntag, 03.12.23, 13.00 Uhr, Chemnitzer FC – FC Eilenburg, FSV Luckenwalde – Energie Cottbus, Werner-Seelenbinder-Stadion, Greifswalder FC – VSG Altglienicke.

Christian Zschiedrich

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC mit drei Punkten für den 3. Tabellenplatz

BBSC Berlin – BSV Ostbevern     3:0          (22, 17, 23)

Das 3:0 Ergebnis aus Berliner Sicht täuscht nicht darüber hinweg, dass der Sieg des BBSC gegen die Münsterländer Gäste hart erkämpft werden musste.

In allen 3 Sätzen überzeugten die Gäste und Heimmannschaft mit einer gut gestaffelten Abwehr und funktionierenden Blockspiel. So hat sich von Anfang an ein abwechslungsreiches Spiel ergeben – meist mit leichten Vorteilen für die Berlinerinnen. Dem Publikum wurden 83 Minuten intensiver Kampf um den Ball und packende Aktionen auf beiden Seiten geboten. Auch im 3. Durchgang gab es lange Zeit ein ausgeglichenes Spiel. Ostbevern führte bereits mit 23:21 gegen die Gastgeberinnen, ehe Roxana Vogel zur Aufgabe schritt. Die 23-Jährige drehte nachfolgend den Satz mit einer Serie fantastischer Aufschläge, die die Gästeabwehr mehr als ihr lieb war, beschäftigten.

Berlins Trainer Jens Tietböhl lobte das Auftreten der Gäste, die sich nie aufgaben und kämpferisch überzeugten. Aber die Berlinerinnen standen in nichts nach. „Auch unsere Youngster werden schrittweise besser und stabiler. Und die Dordevic, Meyer, Radügge und auch die (noch) 16-jährige Libera Kirchhoff beleben unser Spiel sehr. Kirchhoff spielt mit Doppelspielrecht für den BBSC, ist eben auch Spielerin des SC Potsdam. Die freundschaftliche Kooperation mit dem Erstligisten zeigt in diesem Fall schon jetzt Früchte. Der Youngster bekommt Bundesliga-Einsatzzeiten und die Möglichkeit, sein überragendes Talent beim BBSC weiterzuentwickeln.“ Von dieser Stelle gehen auch die nachträglichen Geburtstagsgrüße der Redaktion zum 17. Geburtstag am gestrigen Sonntag an die junge Libera.

Die Trainer wählten Emely Radügge (BBSC) und Esther Spöler (Ostbevern) zum MVP des Abends.

Am nächsten Samstag, 02.12.2023 um 18:00 Uhr steht das Heimspiel gegen Hildesheim auf dem Programm. Vielleicht kann der BBSC dann auch wieder auf die derzeit noch durch Krankheiten gehandicapten Spielerinnen zurückgreifen

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Rebekka Hauri, Leni Kirchhoff, Angelina Meyer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Stephanie Utz, Antonia Heinze, Jovana Dordevic, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Daniela Ligacheva, Frances Kauffmann, Emely Radügge

Burkhard Kroll/BBSC

Tabellenführung gefestigt

Mit den nächsten drei Auswärtspunkten haben die Berlin Recycling Volleys am Sonntag, 26.11.2023 ihre Spitzenposition in der Volleyball Bundesliga bestätigt. Der Deutsche Meister gewann in der Geothermie Arena beim TSV Haching München mit 3:0 (27:25, 25:18, 25:18) und bleibt damit ungeschlagen. Parallel verloren die SWD powervolleys Düren bei den WWK Volleys Herrsching mit 0:3 und somit konnten MVP Daniel Malescha und sein Team die Tabellenführung ausbauen.

Im Sinne der Belastungssteuerung zwischen den zwei Champions-League-Spielen gegen Benfica Lissabon und Halkbank Ankara rotierte Joel Banks seine Mannschaft gegen den TSV Haching München kräftig durch. Einzig Mittelblocker Timo Tammemaa fand sich zum zweiten Mal in Folge in der Startformation wieder, während Nehemiah Mote aus familiären Gründen im Kader fehlte. Die Berliner entfachten im ersten Satz wenig Aufschlagdruck und taten sich daher gegen den Tabellenvorletzten entsprechend schwer. Das junge Hachinger Team spielte ohne Respekt und so mussten die BR Volleys einen Rückstand wettmachen (2:5). Zuspieler Leon Dervisaj setzte im Angriff vor allem auf Daniel Malescha sowie Robert Täht und die Power des Esten trug auch maßgeblich zum Führungswechsel bei (17:14). Aber der Hachinger Florian Krenkel schlug im vierten Anlauf binnen eines Ballwechsels den Berliner Block noch einmal zum Ausgleich an (22:22). Es blieb spannend im Auftaktsatz. Dann arbeitete Malescha grandios in der Abwehr und belohnte sich in der Folge im Angriff (24:22). Den vierten Satzball konnte Täht schließlich nutzen (27:25).

Aus Sicht der Hauptstädter verlief das Match trotz des Satzgewinns zunächst weiter recht zerfahren. Erneut musste ein Rückstand verarbeitet werden (2:5), doch eine Aufschlagserie von Dervisaj gab mehr Sicherheit (12:8). Ein Ass der Bayern ließ die Annahme um Libero Adam Kowalski nicht zu und Breakpunkte der Gastgeber wurden nun zur Seltenheit (18:13). Folgerichtig knallte Saso Stalekar den Ball zum nächsten Satzerfolg auf den Boden (25:18). Im dritten und letzten Durchgang lief das Berliner Spiel flüssiger. Schnell war die Führung komfortabel (8:4, 15:9). Verbessert war nun auch die Blockarbeit, wenngleich die Konzentration nicht immer vollends hochgehalten wurde. Cody Kessel sammelte insgesamt als bester Berliner in diesem Segment drei Blocks und nach eineinhalb Stunden durften die mitgereisten Fans des „7. Mann“ bejubeln, wie Täht das Spiel mit dem zweiten Matchball für die BR Volleys beendete (25:18).

Mit nun 17 Punkten stehen die Hauptstädter weiter an der Spitze der Tabelle. Dahinter haben sich drei Verfolger punktgleich formiert. Lüneburg, Düren und Herrsching (14 Punkte) liegen in Lauerstellung zum Team, in dem Daniel Malescha am Ende dieses Auswärtsspiels Topscorer und MVP wurde.

Stimme zum Spiel
Daniel Malescha: „Ich denke, wir haben wirklich gut trainiert und deshalb hat Joel heute allen Spielern aus der zweiten Reihe gemeinsam das Vertrauen gegeben. Persönlich fühle ich mich nach meinen Krankheiten deutlich besser und freue mich, dass ich die Chance bekommen habe. Im ersten Satz wurde es unnötig eng, aber auch wir brauchen in dieser Besetzung die nötige Spielhärte und solche Momente unter Druck. Die Saison ist lang und am Ende werden wir jeden Spieler benötigen. Haching hat das zu Beginn gut gemacht und wir waren noch nicht richtig präsent. Es dauerte einen Satz lang, dann hatten wir das Spiel im Griff. Jetzt fliegen wir mit diesem Erfolg nach Ankara, wollen dort Gas geben und können vielleicht etwas Zählbares mitbringen.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel + Robert Täht (AA), Timo Tammemaa + Saso Stalekar (MB), Leon Dervisaj (Z), Daniel Malescha (D) und Adam Kowalski (L)

Topwerte

Malescha 15 Punkte | Täht 14 Punkte, 73 % pos. Annahme | Kessel 11 Punkte, 3 Blocks

Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: © Edmund Zuber

Eisbären von der Rolle – Niederlage gegen den Tabellenletzten

DEL 22. Spieltag 26.11.2023 14:00 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 0:3(0:2/0:0/0:1)

Es war verhältnismäßig ruhig in der Arena am Ostbahnhof. Der Sonntag vor dem 1. Advent ist dem Gedenken verstorbener Angehöriger gewidmet. Daran lag es nicht, die Zuschauer hatten, bis auf die mitgereisten Ultras aus Iserlohn, wenig Freude am Spiel ihrer Eisbären.

Die Verletztenliste beim (Noch)-Spitzenreiter der Liga ist beachtlich, die Bank für das Spiel gegen den Tabellenletzten entsprechend kurz und wenn zudem gefühlt der letzte Wille fehlt, ist eine Niederlage vorprogrammiert. Der Start in das Spiel war halbwegs okay. Die Gäste aus dem Sauerland wollten erst einmal ihren Kasten sauber halten. Mit ihrem erst zweiten Torschuss im Spiel gingen sie in Führung, so geschehen in der 17. Minute durch ihren NHL-erfahrensten Akteur Michael Dal Colle und wäre es dem Schlechten nicht genug, nur knapp 90 Sekunden später netzte Tyler Boland zur 2:0 Führung für das Tabellenschlusslicht ein.

Der Mittelabschnitt war gekennzeichnet durch Torlosigkeit. Dafür trafen im Pausengewinnspiel gleich zwei Teilnehmer und dürfen ein Spiel ihrer Wahl als VIP-Gäste besuchen.

Im Schlussdrittel änderte sich nichts. Die Eisbären blieben weiter erfolglos, hatten dazu zweimal Pech und trafen das Gehäuse. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Eisbären-Trainer Serge Aubin ein Auszeit und nahm Golie Jonas Stettmer vom Eis. Statt des Anschlusstreffers erzielten die Sauerländer das 3:0. Erneut war es Tyler Boland, diesmal ins leere Tor. Eine bittere Niederlage, damit stürzte der Tabellenletzte den Spitzenreiter vom Thron.

In der Pressekonferenz nach dem Spiel wies der neue Trainer der Iserlohn Roosters darauf hin, dass sicherlich das Fehlen wichtiger Spieler bei den Eisbären, den Sieg begünstigt haben. Die Lage bei den Eisbären wird sich bis zum nächsten Heimspiel nicht groß entspannen. Serge Aubin stellte in Aussicht, dass zwei der aktuell nicht einsatzfähigen Spieler zurückkehren könnten. Gemessen an den Iserlohnern, sind die Probleme der Eisbären eher luxuriöser Art.

Hans-Peter Becker

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Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Vieillard) – Melchiori, Mik; Müller (C), Finkelstein; Geibel, Nowak – Noebels (A), Boychuk, Pföderl; Tiffels, Wiederer (A), Eder; Veilleux, Cormier, Bartuli; Heim, Sager – Trainer: Serge Aubin  

Iserlohn Roosters: Jenike (Reich) – Labrie, Eliot; Ugbekile, Bender; Rausch, Quaas; Broda – Shinkaruk, Cornel, Boland; Dal Colle, LeBlanc, Jentzsch; Elias, Sebök, Ziegler; Schiemenz, Jahnke, Rutkowski – Trainer: Doug Shedden

Tore
0:1 – 16:01 – Dal Colle (LeBlanc, Eliot) – EQ
0:2 – 17:16 – Boland (Bender, Labrie) – EQ  
0:3 – 58:55 – Boland (Cornel, Dal Colle) – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 4 (0, 0, 4) Minuten – Iserlohn Roosters: 2 (0, 2, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Marian Rohatsch, Marc Iwert (Nikolaj Ponomarjow, Tobias Treitl)

Zuschauer
13.038

Ein gutes Drittel reichte nicht – erneute Heimniederlage für die Eisbären

DEL 21. Spieltag

24.11.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 1:4 (1:0/0:3/0:1)

Am 21. Spieltag empfingen die Eisbären die Düsseldorfer EG. Während Düsseldorf in der laufenden Saison sich mit Mühe und viel Not durch die Spiele schleppte, konnten die Eisbären als Tabellenführer reüssieren. Allerdings war bisher immer eine gewisse Vorsicht bei den Heimspielen geboten. In der Heimtabelle erreichen die Eisbären nicht einmal einen Platz für die Pre-Playoffs. Lediglich drei Mannschaften sind hier schlechter platziert. Auswärts klappte es dafür umso besser.

Ein paar Hiobsbotschaften wegen nicht einsatzfähiger Spieler erreichte zudem die Eishockeygemeinde in Berlin. Fünf Spieler musste Eisbären-Coach ersetzen. Goalie Jake Hildebrand musste ersetzt werden, dafür war wenigstens der unter der Woche als verletzt gemeldete Manuel Wiederer einsatzfähig. Es fehlen aktuell Kapitän Kai Wissmann, Blaine Byron, Rayan Bettahar und Eric Hördler.

Alles in allem stand gegen die schwächelnden Düsseldorfer ein konkurrenzfähiger Kader zur Verfügung. Das 1. Drittel gehörte weitgehend den Eisbären, sie begannen konzentriert und erspielten sich ihre Möglichkeiten. In der 6. Minute schlug die dritte Sturmreihe zu. Patrice Cormier vollendete eine Vorarbeit von Yannick Veilleux. Es sprach viel für einen Heimsieg.

Der Einbruch folgte im Mittelabschnitt in der 23. Minute glich Brendan O´Donnel` für Düsseldorf aus. Cormier startet einen Alleingang, ist leider etwas langsam und scheitert. Im Gegenzug ist es passiert. Düsseldorf dreht das Spiel. In der 25. Minute steht es 2:1 für die Gäste vom Rhein, Torschütze Moritz Wirth. Die Gegentreffer hinterlassen ihre Wirkung, die Eisbären geraten aus der Spur und müssen in der 32. Minute das 1:3 erneut durch O Donnel hinnehmen.

Kurz vor dem Ende des 2. Drittel streckte Düsseldorfs Jakub Brozecki Eisbär Morgan Ellis mit einem Check gegen den Kopf nieder und kassierte dafür eine Fünf-Minutenstrafe, das anschließende Powerplay bringt nichts ein. Düsseldorf gestattete sogar noch eine zweiminütige Zugabe. Ein Tor gelang wieder nicht. Besser machten es wieder die Gäste. Sie kamen in der 48. Minute zu Ihrem ersten Überzahlspiel und zeigten, wie es geht. Nach nur 30 Sekunden durfte der Sünder die Kühlbox wieder verlassen, Phil Varone erhöhte auf 4:1 für die DEG.

Die Oper war zwar noch nicht zu Ende, die Messe allerdings schien weitgehend gesungen. Es wurde nicht besser. Die Eisbären kassierten eine erneute Heimniederlage, während die Düsseldorfer ihr Glück kaum fassen konnten. Die Punkte beim Tabellenführer waren gewiss nicht eingeplant.

Hans-Peter Becker

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Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Vieillard) – Müller (C), Nowak; Melchiori, Finkelstein; Geibel, Ellis (A) – Noebels (A), Boychuk, Pföderl; Tiffels, Wiederer, Eder; Veilleux, Cormier, Mik; Bartuli, Sager, Heim – Trainer: Serge Aubin  

Düsseldorfer EG: Haukeland (Hane) – Ebner, Akdag; Wirth, McCrea; Geitner, Ankert; Mebus – Gogulla, Olischefski, Clark; Agostino, Varone, O’Donnel; Ehl, Svensson, Borzecki; Üffing, Blank, Roßmy – Trainer: Thomas Dolak

Torfolge
1:0 – 05:25 – Cormier (Veilleux) – EQ
1:1 – 22:12 – O‘Donnel (Agostino, Varone) – EQ
1:2 – 24:53 – Wirth (Gogulla, McCrea) – EQ
1:3 – 31:33 – O’Donnel (Agostino) – EQ  
1:4 – 47:39 – Varone (Agostino, Ehl) – PP1

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (0, 0, 6) Minuten – Düsseldorfer EG: 9 (0, 5, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Eduards Odins, Gordon Schukies (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Zuschauer
13.928