Regionalliga Nordost mit zwei Berliner Derbys

Am 7. Spieltag der Regionalliga Nordost lief alles für den BAK. Am Sonntag, 2.10. fertigten sie im Derby im Poststadion die VSG Altglienicke mit 4:0 ab. Zwei Tore in der ersten Halbzeit und zwei nach der Pause sorgten für Hochstimmung im Lager der Athleten. Bis auf Lok Leipzig (1:0 gegen Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt) ließen die anderen Verfolger Punkte liegen. So wuchs der Vorsprung in der Tabelle auf drei Punkte an.

Unentschieden, mit 1:1, trennten sich Jena und Energie Cottbus und auch die ambitionierten Babelsberger spielten nur 2:2 im heimischen „Karli“ gegen Lichtenberg 47. Murat Tik, Lichtenbergs Trainer, war mächtig stolz auf seine Truppe. Im Gegensatz zu den Babelsbergern, die unter Profibedingungen trainieren und mittelfristig, die Rückkehr in den Profi-Fußball anstreben, wollen die 47er unter Amateurbedingungen den Klassenerhalt verteidigen. Babelsbergs-Trainer Markus Ziesche sah bei seiner Mannschaft noch zu viele Fehler beim Spielaufbau.

Ziesche trainierte in der vergangenen Saison noch TeBe und die Veilchen bleiben das Sorgenkind der Liga. Lediglich ein Unentschieden am 4. Spieltag, ein 3:3 gegen Hertha’s U23 sprang für die Mannschaft von Neu-Trainer Abu Njie bislang heraus. Gegen Aufsteiger Greifswald waren sie erneut konditionell nicht auf der Höhe. Bis zur 77. Minute bestand die Hoffnung, wenigstens einen Punkt holen zu können. Erst traf Ex-Viktoria Stürmer Sofian Benyamina zum 2:0 (77.) und in der 82. Minute machte Ex-Bundesligaspieler Tom Weiland, vom VfL Bochum gekommen, alles klar. Die Führung zum 1:0 erzielte Abu Bakarr Kargbo, spielte in der vergangenen Saison für den BAK, nach 28. Minuten. Die Veilchen bleiben mit nur einem Punkt Tabellenletzter, das Torverhältnis von minus 18, ist aktuell der schlechteste Wert der Liga.

Herthas U23 fertigte Halberstadt mit 3:0 im Traditionsteam ab. Ganz so einfach war es nicht, die Halberstädter als Tabellenvorletzter hielten über weite Strecken gut. Kassierten in 7. Minute durch Derry Scherhant das 0:1 und kurz vor dem Pausentee das 0:2, Torschütze war. Mustafa Abdullatif. In der Nachspielzeit machte Verteidiger Lukas Ullrich mit dem 3:0 für Hertha alles. Augenzeuge des unter Flutlicht am Freitagabend ausgetragenen Spiels war auch der Trainer der Hertha-Profis Sandro Schwarz.

Zeitgleich empfing Viktoria den BFC im Jahnsportpark. Der BFC sah lange wie der Sieger aus. Abwehrspieler Niklas Brandt hatte die Weinroten in der 55. Minute in Führung gebracht. Die Himmelblauen konnten mit der letzten Aktion zurückschlagen. Fatih Baca, Neuzugang vom BAK war der glückliche Torschütze am Freitagabend unter Flutlicht. Das Unentschieden hilft beiden Teams nicht so richtig weiter. Der BfC rennt weiter den eigenen Ansprüchen hinterher und Viktoria hätte sich wohl auch ein paar Punkte mehr ausgerechnet.

Am kommenden Wochenende steht nur ein Berliner Derby an, der BFC empfängt TeBe und Viktoria reist nach Halberstadt.

Hans-Peter Becker

BBSC Berlin entführt dem Vizemeister zwei Punkte

BBSC Berlin – TSV Bayer 04 Leverkusen        3:2 (22, 23, -19, -20, 16)

In einem sehr kämpferischen, aber hochattraktiven Spiel besiegten die Berlinerinnen vom BBSC den letztjährigen Vizemeister der Liga Leverkusen mit 3:2.

Auf BBSC-Seite zeigten sich bereits kurz nach Saisonbeginn die ersten Verletzungen: Neben Viviane Lefherz und Isabel Böttcher fielen auch Katharina Haferkamp und Leona Klamke für das Spiel aus. So waren von Anfang an die Wechselmöglichkeiten für die Gastgeberinnen beschränkt. Leverkusen konnte dagegen auf fast das gesamte Aufgebot zurückgreifen.

In den ersten beiden Sätzen spielte der BBSC auf einem hohen Level. Trotz enormer Gegenwehr von Leverkusen klappte von Annahmeleistung über Spielaufbau bis Angriffsabschluss ziemlich viel – dieses Niveau konnte freilich nicht gehalten werden. Die Sätze 3 und 4 dominierten die Gäste aus dem Rheinland, wohl auch der Tatsache geschuldet, dass die Wechselmöglichkeiten in Außenangriff und Mittelblock für die Gastgeberinnen kaum gegeben waren. Aber auch in diesen Sätzen verschenkte keine der Spielerinnen irgendwelche Punkte – es wurde um jeden Ball gefightet, nichts verloren gegeben, immer das maximal Mögliche gesucht. Beim Stand von 12:16 im 3. Satz lieferten sich die Teams gar einen Ballwechsel mit sagenhaften 64 Ballberührungen, ehe das Leder endlich auf Leverkusener Seite nach einem platzierten Heber von Alina Gottlebe-Fröhlich doch den Boden berührte. Jubel in der Halle, lauter Beifall von den Rängen – so sieht beste Volleyball-Unterhaltung aus.

Der 5. Satz musste die Entscheidung bringen. Dieser wurde zu einem offenen Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. „Zum Schluss haben wir ein wenig Glück gehabt, den Siegpunkt zu machen, aber das war auf keinen Fall unverdient“ zog Berlins Trainer Jens Tietböhl Bilanz. “Wir haben in 5 Sätzen die Zuschauer verwöhnt, ein langes Spiel mit teilweise außerordentlich langen Spielzügen präsentiert – und das gegen den Vizemeister. Leverkusen hat auch starke Individualisten, die gut zusammen harmonieren – wir können mit dem Sieg voll zufrieden sein.“

Zur MVP des Abends wählte Leverkusens Trainer Dirk Sauermann Berlins Libera Annika Kummer – völlig zu Recht, denn auch nach Tietböhls Meinung hatte die 30-jährige in einigen Situationen wirklich überragend verteidigt. Auf Leverkusener Seite erhielt Sara Overländer die Ehrung.

Für den BBSC geht es in den nächsten Wochen zunächst mit Auswärtsspielen weiter. Während Alina Gottlebe-Fröhlich ab Dienstag bei der Seniorinnen WM mit dem Deutschland Team Ü40 antreten wird, kämpft der BBSC am 9. Oktober 2022 beim Regionalpokal Nordost in Braunsbedra um die Qualifikation zum DVV-Pokal. Dann folgen am 16. und 19. Oktober Auswärtsspiele in der Liga bei Essen und VC Olympia, ehe erst am 30. Oktober um 15:00 Uhr das nächste Heimspiel gegen Oythe in der Hämmerlinghalle ansteht.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Natalie Sabrowske, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Erste Saisonniederlage der Eisernen

Jetzt hat es auch den 1. FC Union erwischt, als einziger Bundesligateilnehmer waren sie noch unbesiegt, die 0:2 Niederlage in Frankfurt bei der Eintracht sorgte für den ersten Fleck auf der weißen Weste. Es gibt eben so Arbeitstage, wo man am besten gleich im Bett geblieben wäre.

Die Eisernen wurden mit ihren eigenen Mitteln geschlagen. Frankfurt ging früh in Führung, Union musste reagieren, Frankfurt kam zu einigen verheißungsvollen Konterchancen und kurz vor der Halbzeitpause erhöhte die Eintracht auf 2:0.

Eine kämpferische Steigerung und eine Überzahl ab der 68. Minute brachten nicht die erhoffte Wirkung. Es fehlten vor dem gegnerischen Strafraum die Mittel und außerdem stand ein Kevin Trapp im Tor.

Im Vergleich zur Partie gegen den VfL Wolfsburg vor 13 Tagen wechselte Urs Fischer nach der Länderspielpause auf zwei Positionen. In der Dreierkette startete Timo Baumgartl zum zweiten Mal in Folge, diesmal jedoch für Robin Knoche auf der zentralen Position. Neu in die Startelf rückte Paul Jaeckel. Im Mittelfeld rotierte Morten Thorsby wieder in die Startelf, András Schäfer bekam nach zwei Einsätzen für Ungarn über die volle Distanz eine Pause. Julian Ryerson musste aufgrund eines Infektes passen und trat die Reise nach Frankfurt nicht an.

Stimmen zum Spiel

„Ich glaube, dass wir ganz gut reingekommen sind ins Spiel. Aber dann standen wir immer öfter in Eins-gegen-Eins-Duellen, welche die Frankfurter stark ausgespielt haben und in denen wir nicht immer konsequent genug waren. Beim 0:2 unterläuft mir natürlich ein Fehler, das darf so nicht passieren. Jetzt geht es im nächsten Spiel wieder um Punkte für den Klassenerhalt“, äußerte sich Paul Jaeckel nach der Partie.

„In den ersten 10-15 Minuten hatten wir ein gutes Gefühl, danach bekamen wir immer mehr Probleme in der letzten Kette. Das hat Frankfurt sehr gut gespielt. Die beiden Tore waren aber letztlich auch Geschenke von uns. Jetzt gilt es, das zu analysieren und sich dann auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten“, so Kapitän Christopher Trimmel im Anschluss.

Auch Union-Trainer Urs Fischer sah es ähnlich: „Heute haben wir die Basics vermissen lassen, da hat einiges gefehlt. Und Frankfurt hat es dafür sehr gut gemacht. Sie waren griffiger, ekliger und auch spritziger. Bei den Toren waren wir nicht aufmerksam genug und besonders das 0:2 war schon fast ein Geschenk. Am Ende hatten wir noch ein paar gute Tormöglichkeiten, aber vielleicht passt es zu solch einem Spiel, dass dann auch kein Ball reingeht.“

Trotz der ersten Saisonniederlage bleiben die Eisernen Tabellenführer. In den nächsten Tagen vor dem Spiel in der Europa League am kommenden Donnerstag hat Trainer Urs Fischer nochmals die Möglichkeit seine Spieler auf die kommenden Wochen vorzubereiten. Am Mittwoch steht für die Mannschaft die Reise ins schwedische Malmö auf dem Plan, wo im Eleda Stadion am Donnerstag, dem 06.10.2022 um 18.45 Uhr die Partie gegen Malmö FF angepfiffen wird.

Eintracht Frankfurt – 1. FC Union Berlin 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Götze (12.), 2:0 Lindström (42.)

1. FC Union Berlin: Rönnow – Trimmel, Jaeckel, Baumgartl (74. Skarke), Leite, Gießelmann – Thorsby (57. Schäfer), Khedira (74. Behrens), Haberer (66. Seguin) – Becker (66. Michel), Siebatcheu

Eintracht Frankfurt: Trapp – Tuta, Hasebe, Ndicka – Knauff, Kamada, Rode (71. Dina Ebimbe), Pellegrini (71. Lenz) – Lindström (85. Borré), Götze (66. Sow) – Kolo Muani

Quelle: 1. FC Union Berlin

Vorwürfe gegen Hertha-Investor Lars Windhorst

Sollte Werner Gegenbauer rausgedrängt werden? © Foto: Christian Zschiedrich

Hat er oder hat er nicht? Lars Windhorst eilt nicht unbedingt der Ruf voraus, ein top-seriöser Geschäftsmann zu sein. Alteingesessenen Hertha-Fans hat schon ein gewisses Magengrummeln befallen, als es hieß, Lars Windhorst steigt mit seiner Firma Tennor als Investor bei der „Alten Dame“ ein. Sportlich rettete sich Hertha in letzter Sekunde. Präsident Werner Gegenbauer trat anschließend zurück. Wurde da nachgeholfen?

In der Zeitschrift „Financial Times“ erschien ein Artikel, dass die in Tel Aviv ansässige „Shibumi Strategy Limited “ eine einjährige verdeckte Operation durchgeführt haben soll, um Gegenbauer aus dem Klub zu drängen, in dem Windhorst der Mehrheitseigentümer ist.“ Unter dem Code Namen „Euro 2020“ sollen Informationen gesammelt worden sein, um Gegenbauer zu diskreditieren.

Der Vorgang kam ans Tageslicht durch die eingereichte Klage vor einem israelischen Gericht. Laut „Financial Times“ habe Windhorsts Firma Tennor „einen Vertrag gebrochen .., wonach sie Shibumi eine Million Euro für acht Monate Arbeit sowie eine angeblich mündlich vereinbarte Erfolgsprämie von vier Millionen Euro schulde“.

Tennors Unternehmenssprecher Andreas Fritzenkötter dementierte und bezeichnete die Vorwürfe als Unsinn.

Hertha veröffentlichte am Freitagabend, 30.09. eine Presseerklärung: „Nach dem gestern veröffentlichten Artikel in der Financial Times über eine in Tel Aviv erhobene Klage gegen Lars Windhorst und eine Gesellschaft seiner Tennor Holding B.V. hinsichtlich eines Auftrags betreffend Hertha BSC haben unsere Gremien beschlossen, die dort erwähnten Vorgänge durch eine Kanzlei aufarbeiten und beurteilen zu lassen. Zudem wurde Tennor zur detaillierten Stellungnahme aufgefordert.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns bis zu einer umfassenden Klärung und Bewertung des Sachverhalts durch die beauftragten Experten in der Öffentlichkeit dazu nicht weiter äußern.“

Es wird eben nie langweilig bei Hertha BSC. Die ganze „Affäre“ könnte bereits beendet sein, denn die Zeitung „Welt“ berichtet: „Kurios: Kurz nach Bekanntwerden des Vorgangs wurde am Donnerstag um 13.13 Uhr die Gerichtsakte geschlossen, was auf eine Einigung zwischen Windhorst und „Shibumi Strategy“ hindeuten könnte.“

Alles klingt wie eine Geschichte aus dem Tollhaus. Dafür soll soviel Geld ausgegeben worden sein? Gegenbauer war als Präsident schon vorher schwer angeschlagen. Am 25. Oktober 2020 wurde er, mit 421 Gegenstimmen und nur 542 Stimmen für ihn, erneut zum Präsidenten von Hertha BSC gewählt. Das war das schlechteste Ergebnis während seiner Amtszeit, die im Jahr 2008 begann.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Aufregung nicht auf die sportlichen Leistungen auswirkt. Am 8. Spieltag wird Hoffenheim im Olympiastadion erwartet.

Hans-Peter Becker

Adler ärgern die Eisbären

Am 6. Spieltag gaben die Adler Mannheim erstmals ihre Visitenkarte für die neue Saison in der Arena am Ostbahnhof ab. Beide Mannschaften sind alles andere als optimal gestartet. Die Adler holten bisher neun Punkte aus sechs Spielen, bei den Eisbären waren es gar nur drei aus fünf Spielen. Ein Sieg mit drei Punkten gelang dabei bisher nicht.

Die Adler erwischten den besseren Start, hatten mehr Chancen und erzielten in der 17. Minute den ersten Treffer der Partie. Sie nutzten ein Powerplay, Matt White brummte auf der Strafbank, zur Führung. Der Torschütze war Borna Rendulic. Er bekam einen von Eisbären Goalie Juho Markkanen abgewehrten Schuss vor seine Kelle serviert.

Im Mittelabschnitt kämpften sich die Eisbären in die Partie und nutzten in der 33. Minute ihrerseits einen Abwehrfehler und glichen aus. Kevin Clark war der Torschütze. Jetzt sah es danach aus, als könnten die Eisbären das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Was die Chancenverwertung betrifft, da liegt einiges im Argen. Es trafen erneut die Gäste aus der Quadrate-Stadt. Markus Eisenschmid brachte den Puck über die Linie.

Für die Vorentscheidung zugunsten der Gäste sorgte ein erfolgreiches 5 zu 3 Powerplay, der Torschütze war erneut Rendulic und die Vorlage kam, wie beim ersten Treffer, von Matthias Plachta. Die verbleibende Spielzeit bewältigten die Adler, ohne große Gefahr für das eigene Tor zuzulassen. Für den größten Unterhaltungswert sorgten Adler-Verteidiger Korbinian Holzer und Eisbär Kevin Clark. Ein Faustkampf auf dem Eis verhinderten die Schiedsrichter, von den Strafbänken über das Kampfgericht hinweg, lieferten sie sich ein verbales Scharmützel. Sekt oder endgültig ein Schluck Selters in den letzten regulären Spielminuten. Es fiel der Anschluss und 81 Sekunden waren noch auf der Uhr, die Ernüchterung folgte knapp 30 Sekunden vor dem Ende, als Nicolas Krämmer ins leere Tor traf.

Leider eine Enttäuschung und wieder kein Dreier für den amtierenden Meister. Die Partie sahen 10.986 Zuschauer, darunter Jimmy Sharrow, der 2010 bis 2015 über 250 Spiele für die Eisbären bestritt. Eisbären-Kapitän Frank Hördler sah in dem Spiel trotzdem einen weiteren Schritt nach vorn.

Bereits am Sonntag, 2.10. geht es, erneut in der heimischen Arena, gegen Düsseldorf weiter. Vielleicht gelingt in diesem Spiel der erste Dreier.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären)

„Im Vergleich zur letzten Partie in München war es heute eine Verbesserung. Wir sind aggressiv und offensiv aufgetreten. So konnten wir uns zahlreiche Chancen erspielen, die wir leider nicht nutzen konnten. Daran müssen wir jetzt arbeiten, damit wir uns gemeinsam aus dieser Misere herausholen. Wir haben eine starke Mannschaft mit hoher Qualität. Ich weiß, dass wir es schaffen werden. Am Sonntag müssen wir unser System über die gesamte Spieldauer durchziehen und die Partie an uns reißen. Wir wollen unseren Fans unbedingt etwas zurückgeben.“

Marco Nowak (Verteidiger Eisbären)

„Wir haben heute gut gekämpft, aber die Strafzeiten haben uns um den Erfolg gebracht. Vor dem Gegentreffer zum 1:2 kurz vor Ende des Mitteldrittels waren wir dabei, das Tempo anzuziehen. Dieses Tor der Mannheimer hat uns dann wieder zurückgeworfen. Wir brauchen aktuell mehr Selbstvertrauen. Wir werden aber ganz sicher nicht aufgeben und blicken weiter voraus.“

Penny DEL 6. Spieltag

30.09.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 2:4 (0:1, 1:1, 1:2)

Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Melchiori, Ellis (A); Müller, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Geibel – Noebels, Boychuk, Clark; White, Wiederer, Fiore; E. Hördler, Regin, Mauer; Roßmy, Barinka, Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin

Adler Mannheim: Brückmann (Tiefensee) – Donovan, Holzer; Katic, Larkin; Akdag, Reul; Pilu – Wolf, Loibl, Plachta; Dawes, Szwarz, Rendulic; Eisenschmid, Wohlgemuth, Krämmer; Thiel, Jentzsch, Tosto – Trainer: Bill Stewart

Tore

0:1 – 06:36 – Rendulic (Plachta, Donovan) – PP1

1:1 – 32:44 – Clark (Noebels, F. Hördler) – EQ

1:2 – 38:15 – Eisenschmid (Thiel, Reul) – EQ

1:3 – 51:19 – Rendulic (Plachta, Dawes) – PP2

2:3 – 58:39 – Boychuk (Noebels, Nowak) – 6-5

2:4 – 59:31 – Krämmer (Plachta) – EN

Strafen

Eisbären Berlin: 12 (2, 0, 10) Minuten Adler Mannheim: 8 (2, 2, 4) Minuten

Schiedsrichter

Andris Ansons, Lasse Kopitz (Jonas Merten, Marcus Höfer)

BR Volleys starten unter veränderten Vorzeichen in die Saison

Dass Volleyball spektakulär sein kann, beweisen die BR Volleys seit vielen Jahren. In der letzten Saison gelang ihnen jedoch etwas Besonderes. Beim entscheidenden fünften Spiel der Finalserie gegen Friedrichshafen Ende April 2022 kamen 8500 Besucher in der Max-Schmeling-Halle – ein „Weltrekord“. In keiner anderen Liga weltweit waren mehr Zuschauer bei einem Volleyballspiel zugegen.

Das ist nur ein kleiner Teil der BR Volleys-Erfolgsgeschichte. Von den zehn letzten Meisterschaften (2020 wurde kein Titel vergeben) gewann der Hauptstadtklub neun. Daran wollen sie auch in der neuen Saison (erstes Heimspiel am 16.10. gegen Friedrichshafen) anknüpfen. „Es wäre nicht zu erklären, wenn wir jetzt sagen würden, unser Ziel sei Platz vier oder das Erreichen der Finalserie“, sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweeh Niroomand auf der Pressekonferenz zum Saisonstart.

Trotzdem sehen sich die Volleys diesmal in einer veränderten Situation. Prägende Spieler haben den Verein verlassen. Sergej Grankin ging zurück nach Russland, Benjamin Patch nimmt sich eine Auszeit vom Volleyball, Samuel Tuia beendete seine Karriere. Andre Spieler verdienen ihr Geld künftig in finanzstärkeren Ligen, wie der polnischen zum Beispiel.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich deshalb sichtbar verändert, sechs Neue gehören zum 13 Spieler umfassenden Kader. Der 2,14 m große Slowenen Saso Stalekar wurde als neuer Mittelblocker verpflichtet. Mit dem Spanier Angel Trinidad und dem deutschen Nationalspieler Johannes Tille muss Trainer Cendric Enard zwei neue Zuspieler integrieren. Schließlich soll der Finne Antti Ronkainen für Power im Außenangriff sorgen. „Dieser große Umbruch war so nicht geplant“, meint Niroomand. „Jetzt müssen wir mit dieser Situation umgehen.“

Von der spielerischen Substanz her, betonen die Verantwortlichen, ist der Kader, in den nach einjähriger Verletzungspause auch Aton Brehme zurückkehrt, den Meisterteams der letzten Jahre ebenbürtig. Was sich neue herausbilden muss, ist „eine Hierarchie, eine Hackordnung“ findet Niroomand. Das werde entscheidend sein in Meisterschaft und Pokalwettbewerb und auch in der Champions League, in der der Deutsche Meister natürlich auch mitmischen will. „Große Spiele verlangen große Spieler“, formuliert der Geschäftsführer das Motto. Wie schnell es gelingt, zur spielerischen Klasse auch die mentale Stabilität zu erreichen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Wirtschaftlich steht der führende Berliner Volleyball-Verein auf sicherem Fundament, (Etat zwischen 2,5 bis 2,8 Mio. Euro) trotz der Einbußen durch die Corona-Pandemie und der neuen Belastungen durch die Energiekrise, deren Kosten Niroomand durchaus im sechsstelligen Bereich erwartet.

Der BR-Volleys-Kader für die Saison 2021/22: Adam Kowalski, Satoshi Tsuiki, Antti Ronkainen, Nehemiah Mote, Johannes Tille, Anton Brehme, Timothee Carle, Angel Trinidad, Cody Kessel, Saso Stalekar, Ruben Schott, Marek Sotola, Matheus Krauchuk

Herbert Schalling

© 2022 Pressefoto Credit: Andreas Gora

Weiter in allen Ligen um Meisterschaftspunkte

In der Gruppe 3 der Nations League hat Deutschland vor dem letzten Spiel gegen England, heute am Montag, 26.09.2022, in London nur live bei RTL, nach der 0:1-Pleite gegen Ungarn keine Chance – (58 Tage vor dem WM-Auftakt gegen Japan) – aufs Weiterkommen. Großmütig schreiben die Kritiker als blamable Entschuldigung, wer nimmt die Nations League schon ernst? Doch da gäbe es ausführlich dokumentierte und damit bekannte Gründe dafür. Der Klassiker gegen England ist aktuell das Duell der Frustrierten! Unbedingt muss ein Sieg her. England steht im Panikmodus. Und die Deutschen? Krisengespräche sollen nach Flicks erster Niederlager (im 14. Spiel unter Flick) mit einer Stimmungs-Aufbesserung verstummen. Flick heizte den Konkurrenzkampf noch einmal an, kennt sich erfahrungsgemäß mit den Bayern bestens aus. Alle hoffen auf eine Formverbesserung, nicht nur der Bayern. Der letzte Test sollte dementsprechend wirklich ernst genommen werden!

Chefredakteur Christian Zschiedrich

Am kommenden Wochenende geht es in allen Ligen nun weiter um Punkte. Geld- und Bewährungsstrafen, heißt es für den Bundesligisten Eintracht Frankfurt wegen der Ausschreitungen im Europapokal und der Champions-League, eine Geldstrafe von 45.000 Euro und die Schäden in Marseille sind von den Hessen zu begleichen. Der 1. FC Köln wurde härter wegen der Taten seiner „Fans“ in Nizza bestraft, muss seine beiden nächsten Auswärtsspiele in der Conference ohne mitreisende Fans (Ticketsperre) bestreiten. Dazu kommen 100.000 Euro Geldstrafe, verhängt von der UEFA.

Bereits am Freitagabend, 30.09. heißt es ab 20.30 Uhr, Bayern gegen Bayer. Ein Heimspiel der Münchener. Am Samstag, 01.10. 15.30 Uhr stehen fünf Begegnungen an. Besonders interessant wird es für den Tabellenführer 1. FC Union in Frankfurt und für den 1. FC Köln zu Hause gegen Borussia Dortmund. Am Sonntag, 02.10. 15.30 Uhr, geht es für Hertha BSC im Heimspiel gegen die in der Spitzengruppe rangierende TSG Hoffenheim, um am 8. Spieltag auf mehr als die enttäuschenden 6 Punkte zu kommen und um zu beweisen, in den letzten Sekunden wieder keinen Treffer vom Gegner zu kassieren. In der 2. Liga scheinen sich in dieser Saison der HSV und Paderborn zu behaupten. Ebenfalls ohne Berliner Beteiligung geht es in der 3. Liga zu Werke. Was die Regionalliga und Oberliga betrifft, die beobachten wir natürlich gesondert und nicht weniger als die Eliteliga mit dem 1. FC Union und Hertha BSC.

Christian Zschiedrich

Vier Tore Vorsprung reichte nicht – Eisbärensieg in der Overtime

Was war das denn? Diese Frage werden sich viele der Eisbärenfans gestellt haben, die die Partie des 4. Spieltages zwischen den Eisbären und dem Aufsteiger Löwen Frankfurt gesehen haben. Die Weichen waren klar auf Sieg gestellt, nach 31 Minuten führten die Gastgeber der MB-Arena mit 4:0. Der game changer kam in der 42. Minute. Erst hatten die Eisbären die Riesenchance auf 5:0 zu erhöhen, doch im Gegenzug erzielte Magnus Eisenmenger den 1:4 Anschlusstreffer für die Löwen.

Es wurde härter auf dem Eis und in der 52. Minute verkürzten die Löwen auf 2:4. Dieser Vorsprung hielt bis zur 59. Spielminute. Zwei empty net Tore innerhalb von 53 Sekunden und der erste Dreier der Saison für die Eisbären hatte sich erledigt. In der Verlängerung gelang Julian Melchiori in der 62. Minute der entscheidende Treffer, sodass sich die Eisbären wenigstens den Zusatzpunkt angeln konnten.

Im Lager der Eisbären war man entsprechend angefressen und bei der Kabinenansprache sind bestimmt einige deftige Worte gefallen.

„Wir waren die ersten beiden Drittel komplett überlegen und haben Frankfurt nicht in die Partie kommen lassen. Im Schlussabschnitt haben wir dann den Faden verloren, da wir aufgehört haben zu spielen. Das heutige Spiel war eine wichtige Lektion, dass dies gegen kein Team in der Liga passieren darf. Wir müssen unser System über die gesamte Spieldauer durchziehen. Ich hoffe, dass wir jetzt eine Serie starten können“: so fasste Eisbären Stürmer Frank Mauer das Spiel zusammen.

Serge Aubin sah das Ganze so: „Trotz der 2:0-Führung haben wir im Startdrittel nicht körperbetont genug gespielt. Im mittleren Spielabschnitt waren wir dann sehr stark. Für das Schlussdrittel gibt es jedoch keine Ausrede, da waren wir sehr schwach. Wir müssen unser Spiel einfach halten. Ich bin froh darüber, dass wir einen Weg gefunden haben, die Partie zu gewinnen. Vor uns liegt aber noch ein langer Weg.“

Die nächste Aufgabe wartet bereits am kommenden Mittwoch, 28.09. in München.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 4. Spieltag

25.09.2022 14:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 5:4 n. V. (2:0, 2:0, 0:4, 1:0)

Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak, Müller, Ellis (A)– Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Mauer; Fiore, Barinka, Wiederer (A); Roßmy, Nijenhuis, Baßler – Trainer: Serge Aubin

Löwen Frankfurt: Hildebrand (Kucis) – Maginot, Sezemsky; Gläßl, Vandane; McNeill, Wirt; Reiner – Ranford, Rowney, Bokk; Olsen, Wruck, Eisenmenger; Wenzel, McMillan, Elsner; Breitkreuz, Burns, Schwartz – Trainer: Gerry Fleming

Tore

1:0 – 08:06 – Clark (Noebels, Fiore) – EQ

2:0 – 17:50 – Mauer (White, Regin) – EQ

3:0 – 27:35 – Boychuk (Mik, Fiore) – EQ

4:0 – 31:03 – Fiore (Boychuk, Noebels) – EQ

4:1 – 41:11 – Eisenmenger (Maginot, Olsen) – EQ

4:2 – 51:20 – Wruck (Vandane, Ranford) – 4-4

4:3 – 58:53 – Breitkreuz (Sezemsky, Rowney) – 6-5

4:4 – 59:45 – Breitkreuz (Wruck, Rowney) – 6-5

5:4 –61:14 – Melchiori (Clark, Noebels) – EQ

Strafen

Eisbären Berlin: 8 (2, 0, 6, 0) Minuten

Löwen Frankfurt: 10 (2, 4, 4, 0) Minuten

Schiedsrichter

Roman Gofman, Rainer Köttstorfer (Dävis Zunde, Kenneth Englisch)

Zuschauer: 10.230

BBSC Berlin holt ersten Saisonsieg in Ostbevern

BSV Ostbevern – BBSC Berlin     1:3 (19, 19, -23, 16)

Nach einem schwer erkämpften Sieg in Ostbevern beim gestrigen zweiten Punktspiel der Saison kehrten die Berlinerinnen mit 3 Punkten in der Tasche in die Hauptstadt zurück.

Der Aufsteiger forderte die Mannschaft aus Köpenick wie erwartet in hohem Maße und mit einsatzstarkem Spiel. „Wir haben voll mitgehalten, uns aber immer noch ein wenig schwergetan, wenn es darum ging, die Angriffe auch erfolgreich abzuschließen“ resümierte Jens Tietböhl, der Berliner Trainer.

Die MVP Medaille ging an Natalie Sabrowske, die sich in ihrer ersten Zweitligasaison richtig gut auf der Diagonalen macht und ohne Zweifel eine Verstärkung für das Team darstellt.

Nächstes Wochenende geht es in der Liga bereits weiter. Vizemeister Leverkusen schlägt am Samstag, 1. Oktober, um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle gegen den BBSC auf.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Nur ein Punkt für die Eisbären zum Heimspielauftakt

Das erste Heimspiel der Saison begann mit einer Banner-Zeremonie, der nunmehr 9. Titel ist jetzt unter dem Hallendach dokumentiert. Mit den Grizzlys aus Wolfsburg stellte sich ein Team vor, das erst einen Punkt aus den ersten beiden Spielen holen konnte. Einer Niederlage gegen Aufsteiger Frankfurt folgte eine Overtime Niederlage gegen Köln. Die Eisbären stiegen erst am 2. Spieltag in die Saison ein und verloren in Nürnberg. Da waren auf beiden Seite Punkte nötig, um einen Fehlstart zu vermeiden.

© Foto: Hans-Peter Becker

Die 11.710 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof mussten lange auf einen Treffer warten. Die ersten beiden Spieldrittel vergingen torlos, trotz Großchancen auf beiden Seiten. In der 50. Minute landete der Puck im Tor, leider im Tor der Eisbären. Der Schuss von Jean-Christophe Beaudin ging daneben, prallte von der Bande zurück und wurde von Eisbären Goalie Tobias Ancicka unglücklich ins eigene Tor abgelenkt. Wie war das, erst hat man kein Glück und dann kommt noch Pech hinzu! So kann die Gefühlslage der Eisbären beschrieben werden. Sie hatten mehr vom Spiel, nur das Wichtigste fehlte. In der 57. Minute, lange hatten die Eisbären ihre Fans auf die Folter gespannt, gelang der erste Heimtreffer der Saison. Es war eine Marcel Ko-Produktion, Noebels Vorabeit und Barinka vollendete. Fast hätte Kevin Clark alles klargemacht, er scheiterte am überragenden Dustin Strahlmeier.

Es ging in die Verlängerung und da hatte Serge Aubin eine interessante Variante parat. War der Puck gesichert, ging Ancicka aus dem Kasten und ein zusätzlicher Feldspieler kam. Der Torwart wurde gezogen, wie eine Nachfrage in der Pressekonferenz ergab. Erstmals wurde diese Variante in der Overtime in Russland praktiziert. Ein weiteres Tor gelang trotzdem nicht. Zu guter Letzt trafen die Wolfsburger das leere Tor nicht.

In der DEL, während der Hauptrunde heißt das, Penaltyschützen und Torhüter entscheiden das Spiel. Schlussendlich hatten die Grizzlys die Nase vorn. Drei Schützen der Eisbären vergaben, während von den Grizzlys einer treffen konnte. So blieb den Eisbären nur ein Punkt zum Heimspielauftakt.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 3. Spieltag

23.09.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 1:2 n. P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:0, 0:1)

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; Müller, Ellis (A) F. Hördler (C), Nowak – White, Regin, Mauer; Noebels, Boychuk, Clark; Fiore, Wiederer (A), Nijenhuis; Roßmy, Barinka, Baßler; Handschuh – Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pogge) – Krupp, Button; Wurm, Bittner; Murray, Möser; Mass – Braun, Beaudin, Schinko; Machacek, Jeffrey, Rakhshani; Archibald, Pfohl, Mingoia; Klos, Dumont – Trainer: Mike Stewart

Tore

0:1 – 49:14 – Beaudin (Braun, Schinko) – EQ

1:1 – 56:34 – Barinka (Boychuk, Noebels) – EQ

1:2 – 65:00 – Archibald – PS

Strafen

Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2, 0, 0) Minuten

Grizzlys Wolfsburg: 8 (4, 0, 4, 0,0) Minuten

Schiedsrichter

Benjamin Hoppe, Andre Schrader (Nikolaj Ponomarjow, Marcus Höfer)