Eisbären gewinnen Spitzenspiel

Nach zwei gespielten Dritteln stand es 0:0 und die Eisbären schienen mehr und mehr den Spielfaden zu verlieren. Im Eishockey kann es passieren, dass das Momentum wechselt. In der 47. Minute war der Puck im Tor der Gäste. Marcel Noebels reagierte am schnellsten in einer unübersichtlichen Situation vor dem Kasten. Das überraschende Tor verlieh den Eisbären Flügel, den Rest besorgte Goalie Mathias Niederberger, der hinten dicht hielt. Er feierte seinen dritten Shutout in dieser Saison. Dafür musste er gegen Bremerhaven 42 Schüsse abwehren, sein Gegenüber Thomas Pöpperle bekam nur 23 Schüsse auf sein Tor, davon ließ er einen passieren und einmal konnte er nur von der Bank aus zusehen.

Leo Pföderl machte 54 Sekunden vor der Schlusssirene alles klar und traf ins leere Tor. Glücklicher konnte es für die Eisbären nicht laufen. Eine deutliche Steigerung im Schlussabschnitt brachte Sieg. Verteidiger Ryan McKiernan sprach von einem harten Stück Arbeit. Ob es auch eine Rolle gespielt haben könnte, dass es das dritte Spiel in fünf Tagen war? Ich weiß es nicht, war die Antwort. Auf dem Eis haben wir jedenfalls alles reingeworfen, was ging. Letztlich zählt das Ergebnis und gewonnen ist gewonnen, kann man da nur ergänzen.

Für die Eisbären geht es am Montag, 25. Januar auswärts in Düsseldorf weiter. Insgesamt stehen im Monat Januar noch 3 Spiele auf dem Programm.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Bremerhaven war heute sehr stark, wir standen defensiv aber sehr kompakt und haben hinten dichtgemacht. Wir hatten die nötige Geduld, etwas Glück in Führung zu gehen und das Spiel dann zu gewinnen. Das zeigt dann auch unsere Heimstärke.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel haben wir uns natürlich anders vorgestellt, die ersten beiden Drittel haben wir nicht gut gespielt. Aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben und unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen. So dürfen wir nicht noch einmal spielen, normalerweise verlierst du so eine Partie. Wir haben dann zum Glück zum richtigen Zeitpunkt das Tor geschossen und sind in der Folge auch wieder etwas besser ins Spiel gekommen.“

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein hartes Spiel, Bremerhaven war heute Abend sehr gut aufgelegt. Wir haben die ersten fünf bis acht Minuten gut gespielt, dann hat Bremerhaven das Kommando übernommen und wurde immer stärker, wir konnten aber gut dagegenhalten. Im zweiten Drittel haben wir nicht gut gespielt, da konnten wir die drückende Überlegenheit der Bremerhavener nicht durchbrechen. Im Schlussabschnitt wurde es etwas besser, aber am Ende des Tages war der Sieg etwas glücklich, aber auch solche Spiele gibt es. Mathias Niederberger hat uns das ein oder andere Mal mit großartigen Paraden gerettet.“

DEL 11. Spieltag 21.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland, Wissmann (A); Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie Trainer: Serge Aubin

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (Maxwell) Fortunus (A), Dietz; Eminger, Moore (C); Krogsgaard, Alber; Stowasser Verlic, Jeglic, Urbas (A); McGinn, Quirk, Wahl; Mauermann, McMillan, Uher; Reisnecker, Gläser, Sykora Trainer: Thomas Popiesch

Torfolge:

1:0 – 46:08 Noebels EQ

2:0 – 59:16 Pföderl (Noebels, Hördler) empty net

Strafen:

Eisbären Berlin: 18 (2, 16, 0) Minuten

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 4 (2, 0, 2) Minuten

Jetzt sollten bei Hertha die richtigen Köpfe rollen

Bisher konnte Herthas Führung vom eigenen Versagen ablenken, indem schnell der Trainer gefeuert wurde. Doch so allmählich geht den Mitgliedern doch ein Licht auf. Diesmal liegt es nun keineswegs am Trainer. Zur Saisonhälfte nach 17 Spielen, nur 17 Punkte genügt nicht den Ansprüchen der Berliner, erst recht nicht, wenn der finanzielle Aufwand zu berücksichtigen ist, ökonomisch betrachtet, hier ist bisher Geld versenkt worden, da muss man kein Wirtschaftsexperte sein. Das mit ins Kalkül gezogen, wer hat die Spieler geholt und wer hat in den letzten Jahren die Mannschaft zusammengestellt?

Bereits vor dem 16. Spieltag in Köln las ich u. a. auf der Website eines Anbieters von Sportwetten „Labbadia vor Entlassung“ und weiter, Hertha habe schon mit Tedesco und weiteren Trainern verhandelt. In meinem letzten Kommentar zu dem Thema schrieb ich aus Überzeugung: „Hertha solle froh sein, Labbadia zu haben“. Ich habe seine Arbeit und seine Entscheidungen genau verfolgt. Die schlechte Ergebnis-Statistik liegt nicht am Trainer! Inzwischen zweifle ich mehr denn je die Qualität der Akteure zur Geschlossenheit. Von harmlosen, blutleeren Auftritten ohne Mumm steht Woche für Woche (mit Ausnahme gegen Schalke) in den Kritiken zu lesen. Haarsträubend  der Gesamteindruck beim 0:1 in Bielefeld. Noch einmal, wer hat die Spieler geholt? Und wer sorgt mit für das „tolle“ Vereinsklima, einem leistungsstarken und effektiven „Wir“!

Hatte Klinsi „doch recht?  So titelte Sport Bild am 23. Dezember 2020 fett über zwei Seiten. Dazu abgebildet zwei “eng miteinander verflochtene“ Personen:  Präsident Werner Gegenbauer und Geschäftsführer Sport Michael Preetz. Nicht die herbeigeholten Arne Friedrich, Jens Lehmann oder Carsten Schmidt. “Katastrophale Versäumnisse von Preetz, Lügenkultur, Verachtenswert“! Wer sorgt denn für die seit Jahren stets kritisierte schlechte Stimmung im Verein? Einfach Peinlich!  

Sportlich geht es ohne Pause weiter. Am 18. Spieltag empfängt Hertha BSC Werder Bremen; am 19. auswärts bei Eintracht Frankfurt und dann Bayern München. Hoffen wir auf die 17 Spiele der Rückrunde und auf bessere Entscheidungen, diesmal nicht auf die häufige und übliche Trainer-Entlassung.

Christian Zschiedrich

Köln zum zweiten Mal besiegt

Die Kölner Haie wurden im Januar zum zweiten Mal bei den Eisbären vorstellig. Gingen in der ersten Partie die Eisbären bereits in der Anfangsminute in Führung, so war es diesmal umgekehrt. Das Tor im Spiel schossen die Kölner. Es dauerte bis zur siebenten Spielminute da netzte Marcel Müller ein. Die Schiedsrichter benötigten kurz ein Blick auf den Monitor, es war eindeutig, der Puck prallte vom hinteren Torgestänge auf das Eis zurück. Die Eisbären schlugen in der 12. Minute durch Leo Pförderl zurück, sehenswert die Vorarbeit von Lukas Reichel.

Die Kölner konnten in der 16. Minuten einen Abwehrklops der Eisbären zur erneuten Führung nutzen. Erneut war es Marcel Müller, der sich in die Torschützenliste eintrug. Was M. Müller kann ich auch, dachte sich der Schütze zum erneuten Ausgleich, Pförderl verdoppelte und glich das Spiel wieder aus. Ein Überzahlspiel ließen die Kölner vor der ersten Drittelsirene ungenutzt verstreichen.

Die Kölner präsentierten sich weiter stark, einen klaren Sieger, wie beim vorangegangenen Spiel würde es heute nicht geben. Im Tor der Kölner stand wieder Justin Pogge, der im Mittelabschnitt einiges zu halten bekam. Er wurde mit zunehmender Spieldauer zum Turm in der Schlacht. Das Drittel verging torlos.

Aufseiten der Kölner kam der Ex-Eisbär Landon Ferraro zu seinem ersten Einsatz. Die Kölner holten ihn aus der DEL 2 von Frankfurter Löwen. Er spielte in der dritten Kölner Sturmreihe. Im Schlussabschnitt drückten die Eisbären, sie schnürten die Kölner in ihrer Verteidigungszone ein, taten sich aber schwer ins Tor zu treffen. Pogge wurde mit Schüssen eingedeckt und hielt alles bis zur 51. Minute. Endlich fiel der verdiente dritte Treffer. Marcel Noebels ließ es krachen. Alles perfekt machte dann Lukas Reichel wenige Sekunden vor Ultimo. Er traf in das leere Tor. Auf dem Score-Board stand der 4:2 Endstand.

Kölns Trainer Uwe Krupp konnte seiner Mannschaft nach dem Spiel keine Vorwürfe machen. Die Einstellung und der Einsatz haben jedenfalls gestimmt.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):

„Wir sind froh, dass wir auch das vierte Heimspiel gewonnen haben und zu Hause weiter ungeschlagen sind. Wir sind am Anfang nicht so gut ins Spiel gekommen, haben in der Verteidigung nicht so gut gestanden und relativ häufig den Puck verloren. Ab dem zweiten Drittel konnten wir dagegenhalten und haben besser zu unserem Spiel gefunden. Am Ende kann der kleinste Fehler entscheiden und wir hatten etwas Glück. Aber deswegen ist die Liga so stark und die Teams fast gleichwertig.“

Lukas Reichel (Stürmer Eisbären Berlin):

„Unsere Reihe hat heute gut harmoniert. Wir haben uns Chancen erarbeitet, und heute gingen die Pucks auch rein. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel, welches wir verdient gewonnen haben. Im ersten Drittel waren wir nicht so ganz da und hatten Glück, dass es 2:2 stand. Im zweiten und dritten Abschnitt hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle.“

DEL 10. Spieltag 19.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 4:2 (2:2, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Foucault; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge (Weitzmann) – D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen; Gagné, Gnyp; Glötzl – Akeson, Matsumoto, Barinka; Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels; Ferraro, Zalewski, Dumont; Köhler, Chrobot -Trainer: Uwe Krupp

Torfolge:

0:1 – 06:41 – Ma. Müller (Sheppard, F. Tiffels) – EQ

1:1 – 11:53 – Pföderl (Noebels, Reichel) – EQ

1:2 – 15:42 – Ma. Müller (F. Tiffels, Sheppard) – EQ

2:2 – 17:11 – Pföderl (Reichel, Müller) – EQ

3:2 – 50:10 – Noebels (Reichel) – EQ

4:2 – 59:43 – Reichel (Wissmann) – EQ/EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten –

Kölner Haie: 4 (0, 2, 2) Minuten

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Sechs Punkte Wochenende für die BR Volleys

Zweites Spiel, zweiter 3:0-Erfolg für die Berlin Recycling Volleys im neuen Jahr. Auch beim VC Olympia Berlin gab sich die Mannschaft von Headcoach Cedric Enard keine Blöße und siegte am Samstag mit 25:20, 25:12, 25:16 in drei Sätzen. Die Spielfreude von Zuspieler Pierre Pujol honorierte Heimtrainer Dan Ilott mit MVP-Gold, parallel tat sich Davy Moraes mit 18 Punkten als Topscorer hervor.

Elf Spieler, unter ihnen wieder Sergey Grankin und Sebastian Kühner, standen Cheftrainer Cedric Enard für das Berlin-Derby im Sportforum zu Verfügung. Während Julian Zenger aus privaten Gründen verhindert war, besetzte erneut Adam Kowalski die Liberoposition und es war Brasilien-Power im Berliner Spiel angesagt. Moraes, Michelucci und Éder standen gemeinsam in der Startformation. Außerdem rückte Timothée Carle gegenüber dem Haching-Sieg für Cody Kessel ins Team. Konzentriert gingen die Männer in Orange die “Pflichtaufgabe“ an und hielten Deutschlands Volleyball-Nachwuchshoffnungen von Beginn an auf Abstand (4:2, 11:4). Auch, wenn die Youngster nur selten am Block der BR Volleys vorbeikamen, so konnten sie sich in der Abwehr auszeichnen. Gleich mehrfach gelang dies z. B. Libero Johann Reusch, bevor Denys Kaliberda das 15:8 für den Favoriten besorgte. Nach einer 23:13-Führung brachten die Gastgeber das Sideout-Spiel des zehnmaligen Deutschen Meisters noch einmal ins Wackeln (23:18), dann war es aber erneut der sehr annahmestarke Kaliberda, der den ersten Satzgewinn perfekt machte (25:20).

Carle drückte dem ersten Durchgang mit acht Punkten seinen Stempel auf, im zweiten war es Pierre Pujol mit umsichtigem Zuspiel, guten Abwehraktionen und vor allem starkem Service. Der französische Vizekapitän und spätere MVP führte seine Mannschaft zum 8:5 und 16:8, ehe Michelucci mit zwei Assen diesen Satz beendete (25:12). Es blieb auch im dritten Durchgang ein unterhaltsamer Volleyball-Nachmittag, über den die BR Volleys stets die Kontrolle behielten. Enard ließ seine Formation durchspielen und Diagonalangreifer Moraes sammelte Punkt um Punkt für die Statistik und das Selbstvertrauen (8:5, 16:8). Sein Landsmann Michelucci, der ebenfalls einen starken Auftritt zeigte, verwandelte den zweiten Matchball für die BR Volleys (25:16).

Stimme zum Spiel
Pierre Pujol: „Wir haben das heute mit der nötigen Seriosität und Souveränität runtergespielt. Kompliment an die Jungs auf der anderen Netzseite, die sich nach Kräften gewehrt haben. Ohne Zuschauer muss man sich selbst gute Momente kreieren, um positive Energie freizusetzen. Das ist uns heute mit dem ein oder anderen feinen Spielzug gelungen. Wir hatten Spaß auf dem Court. Unterm Strich steht ein gutes Ergebnis und wir können den Fokus auf die nächsten Aufgaben richten.“

BR Volleys Formation
Denys Kaliberda und Timothée Carle (AA), Renan Michelucci und Éder (MB), Pierre Pujol (Z), Davy Moraes (D) und Adam Kowalski (L)

Topwerte
Moraes 18 Punkte, 2 Blocks | Timothée Carle 12 Punkte | Renan Michelucci 10 Punkte, 3 Blocks, 2 Asse | Pierre Pujol 3 Asse

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären feiern ersten Auswärtssieg

Die Eisbären Berlin haben das erste Auswärtsspiel der PENNY DEL Saison 2020/21 gewonnen. Die Berliner besiegten am neunten Spieltag der laufenden Spielzeit die Krefeld Pinguine in der Yayla-Arena mit 5:2. Die Tore für die Eisbären erzielten Kris Foucault (1.), Leonhard Pföderl (18.), Giovanni Fiore (20.,PP1) mit seinem ersten Treffer für die Eisbären, Parker Tuomie (24.) sowie Lukas Reichel (46.). Für Gastgeber Krefeld trafen Kristofers Bindulis (16.) und Brett Olson (55.). Mit diesem Sieg belegen die Eisbären Berlin mit einem Punkteschnitt von zwei Punkten pro Partie den dritten Platz der Gruppe Nord.

Für Eisbären-Stürmer Pföderl war das Gastspiel in Krefeld die 425. Partie in der PENNY DEL, sein Treffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bedeutete zudem sein 150. Tor in Deutschlands höchster Spielklasse. Mark Zengerle markierte mit seiner Vorlage zur 1:0-Führung seinen 100. Punkt in der PENNY DEL. Im Tor kam Tobias Ancicka zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison.

Das nächste Saisonspiel bestreiten die Eisbären Berlin bereits in zwei Tagen. Am 19. Januar 2021 um 20:30 Uhr gastieren die Kölner Haie in der Mercedes-Benz Arena. Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein verdienter Auswärtssieg. Die Mannschaft hat meine Erwartungen erfüllt und über die gesamten 60 Minuten voll durchgespielt. Ich habe heute viele gute Dinge meines Teams gesehen, das Spiel gegen den Puck hat mit sehr gefallen. Alle vier Reihen haben Eiszeit bekommen und jede einzelne konnte Akzente setzen.“

Kris Foucault (Stürmer Eisbären Berlin):

„Wir wussten, dass ein guter Start ins Spiel sehr wichtig und der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Darum bin ich froh, dass ich direkt mit unserem ersten Angriff getroffen habe. Das Zusammenspiel in unserer Reihe mit Matt White und Mark Zengerle funktioniert sehr gut.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich freue mich über mein erstes Tor für die Eisbären, aber der erste Auswärtssieg dieser Saison ist natürlich viel wichtiger. Es war heute eine gute Teamleistung, alle vier Reihen haben zu diesem Erfolg beigesteuert.“

Quelle: EHC Eisbären Berlin

DEL 9. Spieltag 17.01.2021 Krefeld Yayla-Arena

Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 2:5 (1:3, 0:1, 1:1)

Aufstellungen:

Krefeld Pinguine: Belov (Quapp) – C. Braun, Bull; Trivellato, Buncis; Bindulis, Bappert – Klöpper, Postel, Kuhnekath; L. Braun (A), Olson (A), Karsums; Shatsky, Petrakov, Saponari; Schymainski (C), Blank, Lessio; L. Niederberger -Trainer: Mihails Svarinskis

Eisbären Berlin: Ancicka (M. Niederberger) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – White, Zengerle, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Tore:

0:1 – 00:11 – Foucault (Zengerle, Ramage) – EQ

1:1 – 15:53 – Bindulis (Saponari, Schymainski) – PP1

1:2 – 17:55 – Pföderl (Hördler, Noebels) – EQ

1:3 – 19:40 – Fiore (Zengerle, Foucault) – PP1

1:4 – 23:54 – Tuomie (Olver, Fiore) – EQ

1:5 – 45:20 – Reichel (Pföderl, McKiernan) – EQ

2:5 – 54:52 – Olson (Buncis, Karsums) -EQ

BBSC ohne Punkte

Die Damen von Spitzenreiter Bayer Leverkusen gaben sich im ersten Spiel nach der Coronapause in Berlin keine Blöße und entführten drei Punkte von der Spree. Der BBSC trat am Samstag zum ersten Spiel nach exakt 11 Wochen Coronaausfällen, Quarantäne sowie nachträglich eingeführter Spielpause zum Ligaspiel gegen Spitzenreiter Leverkusen an. Und die Zuschauer an den Bildschirmen, die das Spiel über Sporttotal-Internetstream verfolgen konnten, durften sich davon überzeugen, dass für einen solchen Start nach sehr kurzer Trainingsphase das Spiel der Lieblingsmannschaft schon einen ganz guten Stand hatte.

Trainern und Team ist es zu verdanken, dass im Bereich Feldabwehr und Abstimmung schon wieder ein recht gutes Niveau erreicht wurde – ein Erfolg, der wirklich nicht unbedingt zu erwarten war. Leverkusen hatte dagegen schon einige Vorteile in den vergangenen Wochen: Vier mehr realisierte Ligavergleiche, davon der letzte vor 12 Tagen, deuten darauf hin, dass die Mannschaft ohnehin nicht Gefahr lief, ihren Rhythmus zu verlieren. Dazu kommt ein bestens besetztes Team: Die erstligaerfahrene Hoja und Beach-As Overländer brachten im Außenangriff deutlich mehr Druck aufs Feld als ihre Pendants auf Berliner Seite. Und im Mittelblock agierten Schäperklaus und Co ebenso hochgefährlich für die Berliner Abwehr. Da die Feldabwehr beider Mannschaften auf gutem ähnlichen Niveau spielte, waren letztlich die besseren Angriffsleistungen der Gäste spielentscheidend.

Im 1. Satz war Leverkusen bereits mit 11:20 den Berlinerinnen enteilt, ehe sich diese noch einmal heranpirschten und sich noch 17 Zähler sicherten. Im Folgesatz führten die Gastgeberinnen bis zum 11:8 und schafften es danach kaum noch, die Bälle auf dem Leverkusener Feld zu versenken. Beim 13:21 war der Satz entschieden. Trotz der Kosmetik mit dem 19:25 war auch dieser Satz eindeutig. Der letzte Satz war von Anfang an von Leverkusener Dominanz geprägt. Von 1:6 über 8:14 hielten diese die Gastgeberinnen auf Distanz und sicherten sich mit dem 17:25 den verdienten Sieg.

BBSC-Trainer Hinz konstatierte nach dem Spiel, dass sein Team trotz nur dreimaligem Training am Ball „viele Automatismen abrufen konnte, ich bin zufrieden. Mit Sicherheit werden wir uns in den nächsten Wochen steigern, wenn wir wieder in einen Spielrhythmus reinkommen. Wobei für mich der Sport mittlerweile nur an zweiter Stelle steht, denn oberste Priorität hat, dass wir alle gesund bleiben. Dem Gegner aus Leverkusen kann man nur ein großes Kompliment machen – sie stehen zu Recht derzeit an der Tabellenspitze.“ Die MVP Titel wurden von den Trainern Annika Kummer sowie Lena Overländer verliehen. Für die Berlinerinnen geht es planmäßig am kommenden Sonntag in Hamburg gegen Eimsbüttel wieder auf Punktejagd.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Wer ist der Big City Club?

In der Corona-Saison ist alles ein bisschen anders, so steht der Herbstmeister erst Mitte Januar fest. Eine Winterpause gibt es nicht. Mit einer englischen Woche gleitet die Liga in die Rückrunde. Aus Berliner Sicht fällt das Zwischenfazit teils überraschend erfreulich was den 1. FC Union betrifft und bedenklich mit Blick auf Hertha BSC aus.

Nach 16 absolvierten Spieltagen trennen 11 Punkte die Berliner Bundesligisten. Verkehrte Welt, 28 Punkte und Tabellenplatz fünf, da hätten die Fußballfreunde wohl eher Hertha BSC verortet. Die Charlottenburger sind bisher nicht aus den Puschen gekommen und dümpeln zurzeit auf Platz 13 so vor sich hin. In Köln gab es ein 0:0 und wenigstens einen Punkt. Das Spiel war harte Kost für den neutralen Zuschauer. Was ist da bloß los? Keine Konstanz, die Bayern wurden auswärts an den Rand einer Niederlage gebracht und beim Aufsteiger in Bielefeld eine Niederlage kassiert. Zwischen diesen Gegensätzen bewegt sich der selbsternannte Big City Club. Es kann nur besser werden.

Eines haben beide Bundesligisten seit kurzem gemeinsam, die Einnahmen der Trikotwerbung stammen aus dem Immobilienboom der Hauptstadt. Das gefällt nicht jedem, aber was soll`s, ohne Geld geht eben nichts im Profifußball. Also, die einem wollen es sein und die anderen sind es gerade. Der aktuelle Big City Club spielt in der Wuhlheide am östlichen Rand von Berlin. Irgendwie schaffen sie es Niederlagen zu vermeiden. Nur ganze zweimal gingen sie als Verlierer vom Platz und holten sogar 3 Punkte gegen Hochkaräter der Liga. Dortmund und zuletzt Leverkusen denken jetzt noch darüber nach, wie war es den bloß möglich im Wald zu verlieren? Beide starben in Schönheit, wurden niedergekämpft und zudem scheint der Fußballgott einen Narren an den Eisernen gefressen zu haben. Das Glück kommt irgendwann doch von Können und hier sind in der sportlichen Führung Könner am Werk. In Charlottenburg dürften sie neidisch sein.

Hans-Peter Becker

Volleyball 2. Bundesliga – BBSC Berlin empfängt Spitzenreiter

Wenn am kommenden Samstag, den 16. Januar um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle der TSV Bayer Leverkusen aufschlägt, kommt nach langer volleyballbefreiten Zeit der aktuelle Tabellenführer der Liga in die Hauptstadt. Wegen des angeordneten Lockdown light sind leider keine Zuschauer zugelassen. Leverkusen bestimmt schon viele Jahre das Niveau der 2. Liga. Welche Qualität die Gäste aus dem Rheinland verkörpern, zeigen die Ergebnisse der vergangenen 12 Spieltage: 12 Siege feierten die Mädels von Trainer Yaglioglu, nur gegen Stralsund musste ein einziger Punkt gelassen werden. Beim Auswärtsspiel des BBSC in der ersten Halbserie brillierten die Gastgeberinnen mit perfekten Angriffen, die kaum von den Berlinerinnen kontrolliert werden konnten.

Keine Frage: Leverkusen dürfte mit der aktuellen Mannschaft am Saisonende im Kampf um die Meisterschaft eine Favoritenrolle einnehmen. Ob die Meisterschaft im kommenden Frühjahr vom TSV auch für den Aufstieg genutzt werden kann, wird den Vereinsverantwortlichen im Rheinland sicher Kopfzerbrechen bereiten. Die Aufstiegsangebote der letzten Jahre hatte Leverkusen regelmäßig abgelehnt. Die 1. Bundesliga strebt aber nun ab Herbst 2021 die Aufstockung der Liga auf zunächst 14 Vereine an und sichert den potentiellen Aufsteigern sogar finanzielle Unterstützung zu. Und doch ist der Aufstieg in die oberste Spielklasse vor allem finanziell ein ganz erheblicher Sprung, den man sich nicht nur zutrauen, sondern vor allem durch Gelder auch untersetzen muss. Wir sind gespannt, wie sich die Verantwortlichen beim TSV entscheiden.

Nach dem obligatorischen Coronatest trainierten auch die Damen des BBSC Berlin mit viel Einsatz: Die volleyballlose Zeit soll erst einmal überwunden werden. Die Quarantänezeiten sowie die von der Liga verfügte Spielpause haben ihre Spuren hinterlassen: Die übliche Verletzungsanfälligkeit nach solcher Situation, dazu lange Zeit ohne Spielpraxis und ohne das Üben der vielen Selbstverständlichkeiten und Automatismen auf dem Feld müssen die Trainer einkalkulieren. Deshalb dürfte das Team von Trainer Hinz gegen die Gäste nur in einer Außenseiterrolle stehen. Von Anfang an ist die Berliner Mannschaft aufgefordert, mit höchstmöglicher Konzentration aufzutreten. Die vom Besuch des Spiels ausgeschlossenen Fans können die Mannschaft wegen der aktuellen Corona Auflagen nicht unterstützen. BBSC Kapitänin Katharina Kummer bleibt nur die Empfehlung des „gut funktionierenden Livetickers der VBL – so seid Ihr immer ganz aktuell auf dem neuesten Stand! Drückt uns die Daumen!“

Quelle: Burkhard Kroll

Eishockey – Leon Gawanke kehrt nach Kanada zurück

Verteidiger Leon Gawanke wurde von den Winnipeg Jets zurück nach Kanada beordert und wird die Eisbären Berlin wieder verlassen. Der 21-Jährige hat somit am Montagabend im Spiel gegen die Düsseldorfer EG zum vorerst letzten Mal das Eisbären-Trikot getragen. Der gebürtige Berliner wurde 2017 von dem Team aus der National Hockey League (NHL) in der fünften Runde gedraftet und spielte in der Saison 2019/20 in der American Hockey League (AHL) für die Manitoba Moose,

wo er in 48 Spielen vier Tore und 22 Vorlagen erzielte. Die Eisbären und die Winnipeg Jets verständigten sich im September 2020 auf eine Leihvereinbarung für den Rechtsschützen, da zu diesem Zeitpunkt auf Grund der COVID-19 Pandemie noch nicht absehbar war, wann die nordamerikanischen Profiligen wieder in den Saisonbetrieb gehen werden. Teil dieser Vereinbarung war es, dass Gawanke nach Kanada zurückkehren wird, sobald die AHL oder die NHL ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Nachdem die AHL Ende des vergangenen Jahres bekanntgegeben hat, am 5. Februar 2021 mit der Saison 2020/21 zu beginnen, wird Leon Gawanke noch diese Woche nach Winnipeg fliegen und in der Folge am Trainingscamp der Manitoba Moose zur Saisonvorbereitung teilnehmen.

„Ich bin den Eisbären Berlin sehr dankbar, dass ich in den letzten Monaten hier trainieren und spielen durfte. Ich bin hier geboren und es war immer mein Jugendtraum, einmal für die Eisbären in der PENNY DEL zu spielen. Jetzt freue ich mich natürlich auf die neue Saison in Nordamerika. Die PENNY DEL hat ein sehr hohes Niveau und braucht sich vor der AHL nicht zu verstecken“, blickt Leon Gawanke auf die letzten viereinhalb Monate in seiner Heimatstadt zurück.

Für seinen Jugendverein absolvierte Gawanke die komplette Saisonvorbereitung und startete mit den Berlinern in die PENNY DEL Saison 2020/21. In den sechs Ligaspielen der noch jungen Spielzeit steuerte der Defensivspieler zwei Torvorlagen bei. Im November 2020 wurde der

Berliner zudem erstmals ins Aufgebot der DEB-Auswahl berufen und spielte alle drei Länderspiele im Rahmen des Deutschland Cups, in denen ihm ebenfalls 2 Assists gelangen. „Ich bin froh, dass Leon in Berlin war. Ich hatte gehofft, dass er die gesamte Saison für die Eisbären spielen kann. Es war aber klar, dass er zurück nach Kanada geht, wenn die Saison in Nordamerika wieder startet. In den vergangenen Monaten hat man gesehen, dass Leon zu den Top-Verteidigern Deutschlands gehört. Er hat hervorragende Offensivqualitäten und ich bin davon überzeugt, dass er das Zeug dafür hat, seinen Traum von der NHL zu verwirklichen. Wir danken

ihm für seine Zeit bei uns und wünschen ihm natürlich viel Glück für die anstehende Saison“, resümiert Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Aufgrund dieser Personalentscheidung wird Eric Mik ab sofort wieder ins PENNY DEL Line Up der Eisbären rutschen. Der junge Verteidiger hatte am ersten Spieltag gegen Bremerhaven seinen bisher einzigen Einsatz in der laufenden Saison der höchsten deutschen Spielklasse. Die letzten Wochen verbrachte er in Weißwasser und spielte 18 Spiele für Kooperationspartner Lausitzer Füchse in der DEL2.

Quelle: Eisbären Berlin

Auf ein Neues – BR Volleys gegen Unterhaching

Mit guten Vorsätzen gehen auch die BR Volleys ins neue Jahr. Nach zuletzt fünf Bundesligasiegen in Folge wollen die Hauptstädter diese Serie in 2021 noch so lange wie möglich fortsetzen und könnten mit einem Heimerfolg zum Jahresauftakt sogar direkt einen Tabellenplatz gutmachen. Das ist die klare Zielvorgabe für das Match gegen das junge Team des TSV Unterhaching am Mittwoch 13. Jan um 19.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle. (sporttotal zeigt das Spiel live im Internet)

Eine Woche Neujahrsurlaub bekam das BR Volleys Team im Anschluss an das Marathon-Match gegen Düren am 27. Dezember. Seit dem 04. Januar sind die Berliner zurück in der Trainingshalle und bringen sich für die wichtigen Aufgaben im Januar und Februar in Schuss. „Wir haben im Training eine hohe Intensität gefahren. Es waren sehr anstrengende Tage, aber dies war vom Trainerteam genauso gewollt, um uns mittelfristig in die richtige Verfassung zu bringen“, berichtet Denys Kaliberda. Der Dezember-Neuzugang der Hauptstädter sammelte bei den beiden Auswärtssiegen in Herrsching (3:0) und Düren (3:2) schon vor dem Jahreswechsel erste Einsatzzeit für seine neue Mannschaft. Am Mittwoch feiert der 30-Jährige nun sein Heimdebüt – und das gegen seinen Ex-Verein, den TSV Unterhaching. Im Jahr 2009 wechselte „Kali“ nämlich von Berlin nach Bayern und prägte die erfolgreichsten Jahre der Hachinger maßgeblich mit. Zwei DVV-Pokaltitel feierte der Außenangreifer dort, bevor es ihn im Anschluss an das dramatische Meisterschaftsfinale 2012 in die große und weite Volleyball-Welt zog. „Es freut einen natürlich, wenn der ehemalige Verein noch bzw. nun wieder auf der Bundesliga-Landkarte zu finden ist. Haching ist ein traditionsreicher Standort und es ist schön, dass man den Schritt jetzt wieder gewagt hat“, ist die Sympathie für den ehemaligen Arbeitgeber ungebrochen.

In Unterhaching stand er in der Saison 2009/10 auch gemeinsam mit Patrick Steuerwald auf dem Court, der beim TSV inzwischen die Verantwortung des Cheftrainers übernommen hat. Kaliberda kann seinen früheren Nationalmannschaftskollegen dazu nur beglückwünschen: „Ich glaube, Patrick hat sich da ein gutes Projekt ausgesucht, um seine Trainerkarriere zu starten. Es ist das Gleiche wie für einen Spieler, man muss in jungen Jahren viel Erfahrung sammeln. Das kann er dort ohne großen sportlichen Druck tun.“ Während Steuerwald nun also an der Seitenlinie steht, zieht noch immer Mihai Paduretu, der frühere Erfolgscoach der Hachinger, im Hintergrund die strategischen Fäden. Er war es auch, der 2017 eine deutsch-österreichische Kooperation mit dem Hypo Tirol Volleyballteam Innsbruck vorantrieb. Diese Spielgemeinschaft, die sich im Frühjahr 2020 nach der Corona-bedingt abgebrochenen Saison aus der Bundesliga zurückzog, trug allerdings vorrangig die Handschrift der Österreicher um deren unermüdlichen Antreiber Hannes Kronthaler. Jetzt ist auch Haching drin, wo Haching draufsteht: Ein junges Team mit vielen „Local Heroes“, wie sie sich selbst bezeichnen, dass den mutigen Schritt ins Oberhaus gewagt hat. Elf deutsche Spieler im 14er Kader und ein Altersdurchschnitt von 22,2 Jahren zeigen, dass hier langfristig etwas wachsen soll. So sind die sportlichen Ergebnisse (ein Sieg aus elf Spielen und 6/32 Sätze) der Mannschaft, die bisher vor allem über Zweitliga-Erfahrung verfügt, auch (noch) nicht vordergründing.

Für die BR Volleys ist dieser Jahresauftakt gegen den Tabellenvorletzten eine Pflichtaufgabe, zumal ein Sieg mit der vollen Ausbeute von drei Punkten auch einen Sprung in der Tabelle vorbei an den SWD powervolleys Düren bedeuten würde. Die Rheinländer verloren am Samstag, geplagt von zahlreichen Verletzungssorgen, mit 2:3 in Giesen und öffneten den Berlinern damit die Tür. „Ja, das ist eine Chance, die wir ergreifen wollen. Vor allem jedoch schauen wir weiterhin auf uns“, erklärt Trainer Cedric Enard die Ausgangssituation für den Start in das neue Jahr gegen einen Gegner, dem man im Hinspiel deutlich besiegte (25:12, 25:12, 25:13).

Für den Coach und sein Team beginnt morgen ein wichtiger Saisonzeitraum, in dem man sich von Match zu Match steigern will. Im Januar steht die Mannschaft vor vielen Aufgaben: Erst Haching (13. Jan), danach VCO Berlin (16. Jan) und Giesen (23. Jan), bevor es die Chancen zur Revanche gegen Friedrichshafen (27. Jan) und Bühl (31. Jan) gibt. „Wir werden bei unseren angeschlagenen bzw. verletzten Spielern trotzdem kein Risiko eingehen und diese behutsam aufbauen“, so Enard zum Fahrplan in diesem Monat. Gemeint sind damit die Akteure, die zum Jahresende fehlten und an ihrem Comeback arbeiten: Sergey Grankin, Samuel Tuia, Robin Baghdady und Kévin Le Roux.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier